Wirtschaft

Katalog mit "Touch-Technology" : Ikea veräppelt Apple-Werbung

Bei der Anpreisung seiner Produkte in der Werbung gibt sich Apple als hippe Innovationsschmiede. Schwedens Möbel-Riese Ikea verdient sein Geld zwar nicht mit High-Tech, parodiert den Apple-Stil in seiner jüngsten Katalogwerbung jedoch gekonnt.

"Manchmal tauchen Dinge auf, die unsere Art zu leben verändern." Werbungen des Technologie-Giganten Apple wirken oft wie ein Heilsversprechen durch Hardware. Ein anderer Gigant nimmt diese Art der Lobpreisung des eigenen Produkts nun aufs Korn: Das Möbelhaus Ikea inszeniert seinen neuen Katalog in Apple-Manier als das innovativste Machwerk, das man bekommen kann.

Das Werbeheft des schwedischen Möbelriesen wird dem Zuschauer ähnlich wie ein iPhone unter Verwendung allerhand beeindruckender Attribute nach dem Motto "schneller, moderner, besser" präsentiert. "Ein Gerät, das so einfach und intuitiv zu bedienen ist, dass man es schon zu kennen glaubt", sagt der als "Chef-Designer Güru" vorgestellte Schwede Jörgen Eghammer.

Die Vorzüge des Katalogs liegen auf der Hand: er kommt schnurrlos und mit großer Touch-Fläche ins Haus. Der Akku ist voll geladen und hält ewig. Denn der Ikea-Katalog ist kein digitales Buch oder E-Book, sondern ein "BookBook" (BuchBuch). Genau wie das neueste Smartphone lässt sich in der Katalog mit "Touch Technology" bedienen – vorwärts blättern, um voranzukommen, rückwärts blättern, um zurückzugehen. Zudem laden alle Seiten ohne Verzögerung, egal, wie schnell man blättert.

Die 3D-Rendering Technik, mit der Ikea seine Produktpalette für den Katalog aufbereitet, trägt dazu bei, dass die in dem "BuchBuch" abgebildeten Artikel tatsächlich unwirklich ansprechend rüberkommen. Auch eine sprachgesteuerte Sicherheitsfunktion ist Teil des Ikea-Heftchens. Sollte jemand unerlaubt einen Blick in den eigenen Katalog werfen wollen, reicht ein einfaches "Entschuldigung, das ist meiner!", um sein Eigentum vor anderen zu schützen.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen