Wirtschaft
Das Stahlwerk Bhushan im indischen Bundesstaat Odisha.
Das Stahlwerk Bhushan im indischen Bundesstaat Odisha.(Foto: REUTERS)

China als Vorbild: Indien will zur Industrienation aufsteigen

Bisher ist Indien auf dem Feld der Dienstleistungen stark. Doch das reicht dem Land nicht mehr. Die Industrie soll künftig massiv gefördert werden, jeden Monat soll eine Million junger Inder einen neuen Job finden. Mit verschiedenen Maßnahmen buhlt Indien um Investoren.

Indien hat unter dem neuen Premierminister Narendra Modi eine Kampagne gestartet, um mehr ausländische Investoren anzulocken. Unter dem Motto "Make in India" sollten bürokratische Hürden abgebaut und Steuerregeln vereinfacht werden, sagte Industrie- und Handelsministerin Nirmala Sitharaman bei der Vorstellung der Kampagne. Außerdem würden Arbeiter besser ausgebildet und Industriekorridore und -parks geschaffen.

Anders als etwa in China oder in vielen südostasiatische Staaten werden in Indien verhältnismäßig wenig Güter produziert. Die Warenproduktion beträgt derzeit nur 16 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, dafür ist Indien im Dienstleistungssektor stark.

"Es ist höchste Zeit, dass Indien ein Produktionszentrum für global agierende Unternehmen wird", sagte Milliardär Kumar Mangalam Birla, Leiter des Mischkonzerns Aditya Birla Group. Jeden Monat müssten rund eine Million neue Jobs für junge Inder geschaffen werden, die neu ins Berufsleben treten.

Phil Shaw, Indien-Chef des US-Rüstungs- und Technologiekonzerns Lockheed Martin, bezeichnete die Arbeitskräfte als "jung, geschickt, enthusiastisch". Premierminister Modi erklärte, wenn ausländische Investoren nach Indien kämen und zahlreiche Menschen beschäftigten, entstehe mehr Kaufkraft. Somit entstehe ein größerer Markt für die Produkte.

Quelle: n-tv.de

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