Wirtschaft

Erholung mit HindernissenIndustrie macht weniger Umsatz

09.12.2009, 11:27 Uhr

Die deutsche Industrie hat auf ihrem Erholungskurs im Oktober auch beim Umsatz einen kleinen Rückschlag hinnehmen müssen. Neben dem Minus bei den Aufträgen und der Produktion setzten die Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes 0,7 Prozent weniger um als im September.

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(Foto: REUTERS)

Laut Statistischem Bundesamt ist dies der erste Rückgang im Monatsvergleich seit Juli; im August und September hatte der Wirtschaftszweig jeweils ein Plus von 1,8 Prozent verzeichnet. Die Daten dürften aber nicht überbewertet werden, hieß es bei den Statistikern. Denn ein positives Signal sei etwa, dass der Umsatz bei Vorleistungsgütern - wie Stahl und Chemieprodukten - um 3,1 Prozent zugelegt habe.

Die Industrie legte bei ihrer Aufholjagd nach der schweren Rezession im Oktober offenbar eine kleine Verschnaufpause ein. Denn nach sieben Monaten mit steigenden Aufträgen sanken die Bestellungen unerwartet um 2,1 Prozent, während die Produktion um 1,6 Prozent zurückging.

Dass die Industrie immer noch deutlich hinter ihren früheren Geschäftserfolgen hinterherhinkt, zeigt der Vorjahresvergleich. Im Oktober lag der Umsatz - bereinigt um Preisveränderungen - um 13,9 Prozent unter dem Niveau von Oktober 2008. Im Inland gab es ein Minus von 11,3 Prozent, im Ausland einen Rückgang um 17,1 Prozent.

Von den großen Wirtschaftszweigen erlitten die Maschinenbauer mit 30,5 Prozent das größte Umsatzminus. Die Autobranche verbuchte einen Rückgang von 9,1 Prozent, die Chemieindustrie von 8,4 Prozent.

Quelle: wne/rts