Wirtschaft
Produktion des VW Tiguan in Wolfsburg.
Produktion des VW Tiguan in Wolfsburg.(Foto: REUTERS)

Deutsche Sonderkonjunktur: Industrie nimmt Fahrt auf

Während weite Teile der Eurozone unter Konjunkturflaute leiden, präsentiert sich die deutsche Wirtschaft robust. Nach dem Wintereinbruch gewinnt die Produktion an Tempo.

Die deutsche Wirtschaft hat ihre Produktion im März unerwartet deutlich hochgefahren. Die Unternehmen stellten 2,8 Prozent mehr her als im Vormonat, teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit. Analysten hatten nur mit einem Plus von 0,8 Prozent gerechnet. Im Februar hatte es wegen des Wintereinbruchs noch ein Minus von 0,3 Prozent gegeben, das damit deutlich geringer ausfiel als zunächst mit 1,3 Prozent gemeldet. Vor allem die Baubranche machte die witterungsbedingten Ausfälle wieder wett: Die Produktion stieg um fast 31 Prozent, nachdem sie zuvor wegen Eis und Schnee noch um 17 Prozent eingebrochen war.

Das Ministerium begründete das Produktionsplus aber nicht nur mit dem Aufholeffekt nach dem Wintereinbruch. "Zum anderen nimmt die industrielle Aktivität wieder spürbar Fahrt auf", hieß es. "Damit haben sich die weiteren Aussichten für die Industriekonjunktur merklich verbessert."

Zuvor hatte das Wirtschaftsministerium mitgeteilt, dass der Auftragseingang der deutschen Industrie im März dank einer höheren Nachfrage aus dem Inland und von außerhalb des Euroraums deutlich stärker als erwartet gestiegen ist.

Allein die Industrie fuhr ihre Produktion um 1,5 Prozent hoch. Die Hersteller von Konsumgütern meldeten mit 3,0 Prozent das größte Plus. Die Erzeugung von Vorleistungsgütern wie Chemikalien stieg um 0,3 Prozent. Die Produzenten von Maschinen, Geräten und anderen Investitionsgütern stellten 2 Prozent her. Die Energieversorger drosselten ihre Leistung zwar um 1,8 Prozent. Allerdings hatte sie zuvor auch von der großen Kälte profitiert und im Februar ihre Produktion um fast 10 Prozent erhöht.

Quelle: n-tv.de

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