Wirtschaft
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Punktlandung an der Preisfront: Inflation erreicht 2 Prozent

Leichte Entspannung an der Preisfront für Deutschlands Verbraucher: Die Jahresinflation sinkt auf 2,0 Prozent und erreicht damit exakt die Zielmarke der EZB für ein stabiles Preisniveau im Euroraum. Haupttreiber der Teuerung sind nach wie vor die Energiekosten.

Der Preisauftrieb in Deutschland hat sich im September wieder etwas abgeschwächt. Die Verbraucherpreise stiegen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,0  Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Im August hatte die Inflationsrate bei 2,1 Prozent gelegen, im Juli war sie mit 1,7 Prozent so niedrig wie zuletzt  Ende 2010.

Für die Dynamik beim Verbraucherpreisindex in den vergangenen  Monaten seien die schwankenden Energiepreise verantwortlich,  erklärten die Statistiker. Ohne die Berücksichtigung der  Energiepreise liege die Teuerungsrate seit Juni 2012 konstant bei  1,4 Prozent. Im September 2012 verteuerte sich Energie dem  Statistischen Bundesamt zufolge um 7,0 Prozent im Vergleich zum  Vorjahresmonat. Deutlich über dem Vorjahresniveau lagen  Mineralölprodukte: Kraftstoffe waren 8,9 Prozent teurer als im  September 2011, leichtes Heizöl war 10,4 Prozent teurer. Nahrungsmittel waren im Vergleich zum September 2011 um 2,9 Prozent  teurer.

Im Vergleich zum Vormonat August blieb der Verbraucherpreisindex  im September unverändert. Der für den europäischen Vergleich berechnete Harmonisierte Verbraucherpreisindex stieg im September  um 2,1 Prozent. Diese Zahlen werden auf Grundlage eines anderen  Warenkorbs berechnet. Sie sind Maßstab der Europäischen Zentralbank (EZB), die bei einer mittelfristigen Inflation von weniger als 2,0  Prozent von stabilen Preisen spricht.

Quelle: n-tv.de

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