Wirtschaft
Lebensmittel sind im März teurer geworden.
Lebensmittel sind im März teurer geworden.(Foto: picture alliance / dpa)
Freitag, 31. März 2017

Moderatere Preissteigerung: Inflation in Euro-Zone lässt nach

Die Verbraucherpreise ziehen nach wie vor an, allerdings nicht mehr so stark: Die Inflationsrate sinkt im März deutlicher als erwartet. Der Rückgang hat mit den Energiepreisen zu tun.

Die Inflation in der Euro-Zone ist im März überraschend deutlich unter die Zielmarke der EZB gesunken. Die Verbraucherpreise stiegen nur noch um 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, wie das Statistikamt Eurostat in einer ersten Schätzung mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit 1,8 Prozent gerechnet. Im Februar waren die Preise mit 2,0 Prozent so kräftig angezogen wie seit über vier Jahren nicht mehr. Die Europäische Zentralbank (EZB) peilt einen Wert von knapp unter zwei Prozent an, den sie als ideal für die Wirtschaftsentwicklung ansieht.

Die Finanzmärkte hatten wegen des stärkeren Inflationsdrucks in den beiden ersten Monaten des Jahres auf eine näher rückende Zinserhöhung spekuliert. Die EZB hat den Leitzins auf null Prozent gesenkt, um die Gefahr einer Deflation – eines Preisverfalls auf breiter Front - zu verhindern. Außerdem pumpt sie mit Staatsanleihenkäufen Milliarden in die Wirtschaft.

Grund für die nachlassende Inflation im März: Die Energiepreise steigen nicht mehr so stark. Die Kosten lagen nur noch um 7,3 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, nachdem es im Februar noch 9,2 Prozent waren. Dienstleistungen verteuerten sich diesmal um 1,0 Prozent, Nahrungsmittel, Alkohol und Tabak um 1,8 Prozent.

Quelle: n-tv.de

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