Wachsamkeit in Eurozone ist geboten: Inflation klar über EZB-Norm
Die Eurozone ist mit einer steigenden Inflationsrate im August konfrontiert. Schuld daran sind vor allem die deutlich höheren Spritpreise. Auf dem Arbeitsmarkt gibt es im zweiten Quartal leichte Entwarnung. Die Zahl der Erwerbstätigen geht erstmals seit zwei Jahren nicht zurück.
Die steigenden Preise für Benzin und Heizöl haben dieVerbraucherpreise im Euroraum im August in die Höhe getrieben. Damit hat sich dieEuroraum-Teuerung wieder stärker von der Preisstabilitätsnorm der EZB von knappzwei Prozent entfernt.
Die Jahresteuerung stieg auf 2,6 Prozent, wie die StatistikbehördeEurostat bei der zweiten Veröffentlichung mitteilte und damit erwartungsgemäß dieVorabschätzung bestätigte. Im Juli hatte die Inflationsrate 2,4 Prozent betragen.Im Vergleich zum Vormonat erhöhten sich die Verbraucherpreise in der Eurozone wievon Volkswirten prognostiziert um 0,4 Prozent.
Ohne Energie wäre die Jahresteuerung im August auf 1,8Prozent zurückgegangen von 2,0 Prozent im Juli. Im Monatsvergleich wären sie umlediglich 0,1 Prozent gestiegen.
In der Kernrate (ohne Energie sowie ohne Nahrungsmittel,Alkohol und Tabak) stellte sich die Jahresinflation auf 1,5 Prozent, nachdem sieim Juli bei 1,7 Prozent gelegen hatte. Auf Monatssicht legten die Preise in dieserAbgrenzung 0,2 Prozent zu.
KleinerLichtblick am Arbeitsmarkt
Die Zahl der Erwerbstätigen im Euroraum blieb im zweitenQuartal 2012 gegenüber dem ersten Jahresviertel stabil. Damit ist die Erwerbstätigkeiterstmals seit dem zweiten Quartal 2011 nicht weiter zurückgegangen. Wie Eurostatweiter mitteilte, war sie im ersten Quartal saisonbereinigt um 0,3 Prozent gesunken.Die höchste Zunahme der Beschäftigung wurde im Grundstücks- und Wohnungswesen verzeichnet,der größte Rückgang in der Finanz- und Versicherungsbranche. Gegenüber dem Vorjahresquartalnahm die Beschäftigung in der Eurozone im zweiten Jahresviertel um 0,6 Prozent ab.
In Italien erhöhte sich die Erwerbstätigkeit zwischenApril und Juni um 0,6 Prozent gegenüber dem Vorzeitraum und nahm damit erstmalsseit einem Jahr wieder zu. In Spanien fiel die Erwerbstätigkeit zwar weiter um 0,4Prozent, verzeichnete aber den geringsten Rückgang seit einem Jahr. Für Deutschlandwurde mit einem Plus von 0,2 Prozent der geringste Zuwachs seit dem ersten Quartal2010 ausgewiesen.
In der gesamten EU legtedie Beschäftigung zwischen April und Juni gegenüber dem ersten Quartal um 0,1 Prozentzu. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ging die Beschäftigung hingegen um 0,2 Prozentzurück.
Quelle: n-tv.de

