Wirtschaft
Das Inflationsziel der EZB von zwei Prozent rückt zum Jahresende wieder in greifbare Nähe.
Das Inflationsziel der EZB von zwei Prozent rückt zum Jahresende wieder in greifbare Nähe.(Foto: REUTERS)

Deflation abgewendet: Inflationsrate steigt wieder

Die Inflationsrate in Deutschland ist zwar immer noch niedrig. Doch ganz langsam steigen die Preise wieder. Dazu tragen die Energiepreise bei, die wieder zulegen, und die Einführung des Mindestlohns.

Die Preise in Deutschland steigen so kräftig wie seit sieben Monaten nicht mehr. Im Mai kosteten Waren und Dienstleistungen durchschnittlich 0,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt mitteilte und damit eine Schätzung von Anfang Juni bekräftigte.

Die Inflation zog damit den vierten Monat in Folge an, da Dienstleistungen, Mieten und Nahrungsmittel die Verbraucher mehr belasteten. Benzin und Heizöl verbilligte sich zudem nicht mehr ganz so stark.

Im Januar waren die Preise noch um 0,3 Prozent und damit erstmals seit der Weltwirtschaftskrise 2009 gefallen. Dies hatte Sorgen vor einer Deflation - also einem konjunkturschädlichen Preisverfall auf breiter Front - geschürt. Diese Gefahr gilt inzwischen als abgewendet. Allerdings bleibt die Teuerung ungewöhnlich niedrig: Die Europäische Zentralbank spricht nur bei Werten von knapp zwei Prozent von stabilen Preisen.

Fachleute gehen davon aus, dass die Inflationsrate bis Ende des Jahres in Richtung zwei Prozent steigen wird. Zum einen dürften die Energiepreise ab der Jahresmitte stärker zulegen, zum anderen dürften viele Unternehmen wegen des neuen Mindestlohns von 8,50 Euro ihre höheren Personalkosten auf die Kunden abwälzen.

Quelle: n-tv.de

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