Wirtschaft
Chang Xiaobing gibt seine Posten an der Spitze der China Telecom ab.
Chang Xiaobing gibt seine Posten an der Spitze der China Telecom ab.(Foto: picture alliance / dpa)

Mit Sex und Geld bestochen?: Inhaftierter Chef der China Telecom tritt ab

Nach der Inhaftierung folgt der Rücktritt: Chang Xiaobing ist nicht mehr Chef der China Telecom. Damit reagiert der Konzern auf Korruptionsvorwürfe gegen den 58-Jährigen. Dabei soll es um Bestechung mit Geld und sexuellen Diensten gehen.

Angesichts von Ermittlungen wegen "schwerer Disziplinarvergehen" ist der Chef des chinesischen Telekommunikationsriesen China Telecom, Chang Xiaobing, zurückgetreten. Der 58-Jährige gebe alle seine Posten in dem Konzern ab, teilte China Telecom mit. Die Disziplinarkommission der Kommunistischen Partei hatte am Wochenende mitgeteilt, dass Chang unter Korruptionsverdacht stehe. Das Wirtschaftsmagazin "Caixin" berichtete, er sei bereits inhaftiert.

Chang saß bis zum Sommer an der Spitze der zweitgrößten Telekommunikationsfirma China Unicom und rückte im September als Chef von China Telecom nach. "Caixin" berichtete, Manager von China Unicom seien von Zulieferern mit Geld und sexuellen Diensten bestochen worden. Unklar blieb zunächst, ob Chang persönlich auch Bestechungen annahm.

Der chinesische Präsident Xi Jinping hatte bei seinem Amtsantritt im März 2013 der Korruption in der Volksrepublik den Kampf angesagt. Seitdem wurden mehrere Parteikader und Unternehmer zu hohen Strafen verurteilt. Nach Ansicht von Kritikern nutzt Xi den Kampf gegen die Korruption auch, um innerparteiliche Rivalen auszuschalten und seine Macht in der Partei zu festigen.

Quelle: n-tv.de

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