Wirtschaft
20 zusätzliche Bahnhöfe sollen mit Intercity-Zügen angesteuert werden.
20 zusätzliche Bahnhöfe sollen mit Intercity-Zügen angesteuert werden.(Foto: REUTERS)

Bahn-Offensive gegen Fernbusse: Intercity-Netz soll um zehn Städte wachsen

Im Kampf um jeden Fahrgast will die Bahn jetzt mit einem besseren Fernverkehrs-Netz punkten. Mit mehr Haltestellen im Intercity-Verkehr sollen Fernbus-Kunden abgeworben werden. Die Bahn will dafür großzügig investieren.

Bei der Deutschen Bahn ist die Führungsriege derzeit in Aufruhr. Der Fernbusmarkt macht der Bahn die Preise kaputt, noch dazu bedienen die Busse Strecken, die die Bahn nicht anbietet. Das soll sich nun ändern  - zehn Städte sollen neu ins Fernverkehrsnetz aufgenommen werden: Mönchengladbach, Krefeld, Fürth, Reutlingen, Cottbus, Chemnitz, Potsdam, Heilbronn, Trier, Siegen. Weitere Orte sollen besser angebunden werden, wie eine Präsentation der Deutschen Bahn zeigt. Bis 2030 werden zudem die alten Intercitys durch neue Doppelstock-Züge abgelöst.

Zudem soll auch die Taktung verbessert werden. Auf wichtigen Strecken sollen die ICEs bald zweimal stündlich fahren und somit für Kunden attraktiver werden. In den nächsten 15 Jahren will die Bahn insgesamt 12 Milliarden Euro in den Ausbau des Fernverkehrs investieren. Bis 2030 sollen so 50 Millionen zusätzliche Reisende pro Jahr gewonnen werden. Außerdem sollen 150 Fahrten mehr pro Tag unterwegs sein.

Der Netzausbau ist nur ein Teil der Bahn-Offensive. Denn auch die Preise sollen sinken und günstigere Bahncards eingeführt werden. Zusätzlich ist geplant, die Gebühren für die Platzreservierung – 4,50 Euro – wieder abzuschaffen. Zusatzkosten wie diese haben in der Vergangenheit viele Kunden verprellt. Diese sind dann in Scharen zur Billig-Konkurrenz der Fernbusanbieter abgewandert. Mit dem vorgestellten Maßnahmenkatalog will die Bahn nun bereits verlorene Kunden wieder zurückgewinnen.

Quelle: n-tv.de

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