Wirtschaft
Irans Präsident Hassan Ruhani und der chinesische Präsident Xi Jingping besiegeln eine stärkere Zusammenarbeit.
Irans Präsident Hassan Ruhani und der chinesische Präsident Xi Jingping besiegeln eine stärkere Zusammenarbeit.(Foto: REUTERS)

17 Abkommen unterzeichnet: Iran und China läuten neue Ära ein

Der Iran ist für viele Länder ein hochinteressanter Handelspartner, seit die Wirtschaftssanktionen aufgehoben wurden. Teheran braucht Investitionen und es locken milliardenschwere Geschäfte. Zuerst trifft die iranische Regierung nun Vereinbarungen mit Peking.

China und der Iran haben bei einem Gipfeltreffen in Teheran eine neue Ära der wirtschaftlichen und politischen Zusammenarbeit ausgerufen. Der chinesische Präsident Xi Jinping und sein iranischer Kollege Hassan Ruhani vereinbarten, das Handelsvolumen zwischen den Ländern in den kommenden zehn Jahren auf 600 Milliarden Dollar auszuweiten. Im Jahr 2014 lag das Handelsvolumen Teheran zufolge bei 52 Milliarden Dollar. Im vergangenen Jahr sei der Wert angesichts des Ölpreisverfalls jedoch gesunken.

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Es war der erste Besuch eines ausländischen Staatschefs in der Islamischen Republik nach der Aufhebung der Sanktionen, die einst wegen des umstrittenen Atomprogramms verhängt worden waren. Nach dem Ende der wirtschaftlichen Isolation entwickelt sich der Iran für viele Länder rund um den Globus zu einem interessanten Partner.

Der chinesische Präsident wurde von einer großen Regierungs- und Wirtschaftsdelegation begleitet. China ist der wichtigste Abnehmer iranischen Erdöls. Iranischen Medien zufolge kommt der Handel mit der Volksrepublik für rund ein Drittel des gesamten iranischen Handelsvolumens auf. Xi und Ruhani besiegelten insgesamt 17 Abkommen, darunter auch eine Kooperation im Bereich der Nuklearenergie und die Wiederbelebung der alten Handelsroute der Seidenstraße.

China verspricht Unterstützung

Auf politischer Ebene einigten sich die Staatschefs nach Ruhanis Worten auf eine Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Extremismus im Irak, in Syrien, in Afghanistan und im Jemen. Einzelheiten dazu sind bisher nicht bekannt. Der Iran hatte China aufgefordert, sich der Bekämpfung der Extremisten-Miliz Islamischer Staat anzuschließen und eine aktivere Rolle in der Region einzunehmen.

Der Iran, die fünf UN-Vetomächte und Deutschland hatten Mitte vergangenen Jahres eine Einigung im Atomstreit gefunden. Vor einer Woche wurden nun die umfangreichen Sanktionen westlicher Länder gegen den Iran aufgehoben. Die Internationale Atomenergiebehörde hatte zuvor erklärt, Teheran habe bisher alle seine Verpflichtungen erfüllt.

Quelle: n-tv.de

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