Wirtschaft
(Foto: REUTERS)

Frühere Quoten angepeilt: Iran will Ölförderung hochfahren

Die Talfahrt der Ölpreise setzt etliche Förderländer erheblich unter Druck. Nach Monaten ohne Bewegung verhandeln die Branchengrößen über eine Anpassung der täglich geförderten Menge. Doch Iran könnte eine Verständigung scheitern lassen.

Der Iran hat aktuell keine Pläne, seine Ölförderung zu begrenzen. Ein namentlich nicht genannter Vertreter der iranischen Ölindustrie sagte, sein Land habe unmissverständlich klar gemacht, dass es nach Aufhebung der Sanktionen zu seinen früheren Förderquoten zurückkehren werde. Alles andere sei nicht akzeptabel.

Zuvor hatten sich Saudi-Arabien und Russland bereit erklärt, ihre Ölförderung auf dem Niveau von Januar einzufrieren. Sie machten die Entscheidung aber davon abhängig, dass sich andere große Förderländer diesem Schritt anschließen. Während sich Venezuela, Katar und Kuwait zwischenzeitlich bereit erklärten, mitzuziehen, erteilte Iran dem Ansinnen Saudi-Arabiens und Russlands damit nun eine Absage.

Stattdessen solle Saudi-Arabien seine Ölförderung zurückfahren, schlug der Vertreter des Irans vor. Schließlich habe Saudi-Arabien mit der Erhöhung seiner Förderung das Loch gefüllt, das Iran mit Inkrafttreten der Sanktionen hinterlassen habe. Saudi-Arabien und andere Produzenten am Persischen Golf seien daher auch für den Preisverfall verantwortlich.

Wenn diese Länder ihre Ölförderung um gerade mal zwei Millionen Barrel am Tag senken würden, könnte sich der Ölpreis stabilisieren und womöglich wieder 60 US-Dollar je Barrel erreichen, so der iranische Offizielle.

Quelle: n-tv.de

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