Wirtschaft
Blick auf das Öldock im Hafen Kalantari nahe der iranischen Stadt Tschabahar.
Blick auf das Öldock im Hafen Kalantari nahe der iranischen Stadt Tschabahar.(Foto: picture alliance / dpa)

Sanktionen wirken sich aus: Irans Ölexporte brechen ein

Die westlichen Sanktionen haben negative Auswirkungen auf die iranischen Erdölexporte. Sie schrumpften um 40 Prozent. Die Einnahmen des Staates aus dem Ölgeschäft seien in den vergangenen neun Monaten um 45 Prozent zurückgegangen, sagte der iranische Ölminister Rostam Ghassemi  dem Haushaltsausschuss des Parlaments. Der Minister habe vor dem Ausschuss auch für das erste Quartal 2013 einen "deutlichen Rückgang" vorhergesagt, sagte ein Parlamentssprecher.

Nach Schätzungen der Organisation der Erdölexportieren Länder (Opec) und der Internationalen Energieagentur (IEA) lagen die Ölexporte Irans Anfang 2012 noch bei 2,1 bis 2,4 Millionen Barrel pro Tag und Ende 2012 nur noch bei rund 1,0 bis 1,3 Millionen Barrel täglich. Der Opec zufolge war Iran Ende November nur noch der viertgrößte Ölproduzent innerhalb des Kartells nach Saudi-Arabien, Kuwait und dem Irak.

Im Juli war ein von der Europäischen Union verhängtes Öl-Embargo gegen Teheran in Kraft getreten. Seitdem kaufen die EU-Staaten kein iranisches Rohöl mehr.

Der Iran steht im Verdacht, unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms nach Nuklearwaffen zu streben. Die Regierung in Teheran weist dies zurück.

Quelle: n-tv.de

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