Wirtschaft
Eine Stahlfabrik im italienischen Taranto. Die italienische Industrieproduktion ist gesunken - so stark wie seit 2012 nicht mehr.
Eine Stahlfabrik im italienischen Taranto. Die italienische Industrieproduktion ist gesunken - so stark wie seit 2012 nicht mehr.(Foto: REUTERS)

Rückgang um 0,9 Prozent: Italiens Industrie kommt nicht in die Gänge

Die italienische Wirtschaft bleibt eines der größten Sorgenkinder der Euro-Zone: Die Industrie des Landes hat ihre Produktion im September um fast ein Prozent zurückgefahren - das größte Minus seit zwei Jahren. Das verheißt nichts Gutes für die Gesamtwirtschaft.

Italiens Industrie kommt nicht aus dem Konjunkturtal heraus. Die Betriebe drosselten ihre Produktion im September um 0,9 Prozent zum Vormonat und damit deutlich stärker als erwartet, wie das Statistikamt Istat mitteilte.

Ökonomen hatten nur mit einem leichten Rückgang um 0,2 Prozent gerechnet, nach einem Anstieg von 0,2 Prozent im August. Im gesamten dritten Quartal stellten die Industriefirmen 1,1 Prozent weniger her als zwischen April und Juni. Dies war das größte Minus in einem Quartal seit Ende 2012.

Der schwache Lauf der Industrie signalisiert zudem, dass die gesamte Wirtschaft zwischen Juli und September wohl erneut geschrumpft ist. Experten rechnen mit einem Rückgang um 0,1 Prozent zum Vorquartal. Die Daten werden Freitag veröffentlicht. Neben Frankreich gilt Italien derzeit als eines der größten Sorgenkinder in der Euro-Zone.

Die drittgrößte Volkswirtschaft des Währungsraum dürfte nach Ansicht der EU-Kommission 2014 das dritte Jahr in Folge schrumpfen - und zwar um 0,4 Prozent. Auch am Jobmarkt sieht es düster aus. Denn die Arbeitslosenquote wird nach Ansicht der Brüsseler Behörde in diesem Jahr den Rekordwert von 12,6 Prozent erreichen und bis 2016 kaum sinken.

Quelle: n-tv.de

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