Wirtschaft

Revolution an der Wall Street: JP-Morgan-Banker kriegen Wochenende frei

Amerikanische Großbanken haben einen zweifelhaften Ruf: Wegen der enorm hohen Arbeitsbelastung und dem ständigen Druck begehen junge Banker reihenweise Selbstmord. Um dem entgegenzuwirken, zieht JPMorgan Chase nun die Reißleine.

Die Großbank JPMorgan Chase gibt ihren Investmentbankern und Börsenhändlern künftig das Wochenende frei. Bankmanager Carlos Hernandez verkündete nach Angaben aus Unternehmenskreisen in einer internen Telefonkonferenz den Start der Initiative "Pencils down".

Damit werden mehr als 2000 Trader und Investmentbanker von JPMorgan Chase angewiesen, künftig nicht mehr am Wochenende zu arbeiten. Ausnahmen sind möglich, wenn sie mit einer dringenden Aufgabe wie einem Börsengang oder einer Unternehmensfusion beschäftigt sind, erklärte Hernandez. Ziel der Initiative sei es, den Mitarbeitern mehr Zeit mit ihrer Familie und ihren Freunden oder zur Erholung zu ermöglichen, sagte eine Sprecherin. Arbeits-Emails dürften aber weiterhin am Wochenende gelesen werden.

In den vergangenen Jahren hatten mehrere Suizide von jungen Bankern ein Schlaglicht auf den hohen Druck an der Wall Street geworfen. Mehrere Banken hatten bereits Maßnahmen angekündigt, um die Arbeitsbelastung zu senken.

JPMorgan kündigte gleichzeitig schnellere Karrieremöglichkeiten an. So soll der Aufstieg vom einfachen Analysten zum Managing Director in achteinhalb Jahren möglich werden. Bisher dauert er zwölfeinhalb Jahre.

Quelle: n-tv.de

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