Donnerstag, 20. Mai 2010
Lichtblick beim Binnenkonsum: Japan verlässt die Tiefen
Die japanische Wirtschaft verlässt das Tal der Tränen. Für Wachstumsimpulse sorgen sowohl ein wiederbelebter Binnenkonsum als auch ein kräftig steigender Export.
Japan wischt die Krise weg.
(Foto: REUTERS)
Das Wachstum der japanischen Wirtschaft hat sich dank starker Exporte und einer kräftigen Binnennachfrage in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres beschleunigt, wenn auch nicht ganz so deutlich wie erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt stieg zwischen Januar und März um 1,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Volkswirte hatten mit einem Anstieg um 1,4 Prozent gerechnet, nachdem im Vorquartal ein Wachstum von 1,0 Prozent verzeichnet worden war.
Annualisiert wurde im ersten Kalenderquartal 2010 ein Plus von 4,9 Prozent verzeichnet, während Ökonomen einen Anstieg um 5,9 Prozent prognostiziert hatten. Es war der vierte BIP-Zuwachs in Folge und das kräftigste Wachstum seit den drei Monaten per Ende Juni 2009. In den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres war die japanische Wirtschaft mit einer annualisierten Rate von 4,2 Prozent expandiert.
Für Wachstumsimpulse sorgten sowohl ein wiederbelebter Binnenkonsum als auch ein kräftig steigender Export. Der private Konsum, der für mehr als 50 Prozent des japanischen BIP steht, stieg zwischen Januar und März um 0,3 Prozent zum Vorquartal, die Unternehmensinvestitionen legten sogar um 1,0 Prozent zu. Die robuste Auslandsnachfrage ermutige die Unternehmen, wieder mehr zu investieren, sagten Beobachter. Die Ausfuhren kletterten um 6,9 Prozent und die Importe stiegen um 2,3 Prozent.
Die Binnennachfrage lieferte damit im ersten Kalenderquartal einen positiven Beitrag zum BIP-Wachstum von 0,6 Prozentpunkten, während die ausländische Nachfrage sogar 0,7 Punkte beisteuerte. Die Lagerveränderung brachte 0,2 Punkte ein. Der BIP-Deflator, eine Maßzahl für die Inflation, fiel im ersten Kalenderquartal auf Jahressicht um 3,0 Prozent (Vorquartal: minus 2,7 Prozent).
DJ
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