Starker Yen bremst Exporte: Japans Wirtschaft schrumpft
Eine nachlassende Nachfrage aus dem Ausland und ein schwacher Konsum im Inland lasten auf der japanischen Wirtschaft. Die Entwicklung dürfte den Druck auf die Notenbank aufrechterhalten, die Geldpolitik weiter zu lockern.
Japans Wirtschaftsleistungist im dritten Quartal gesunken. Wie die Regierung mitteilte, schrumpfte das Bruttoinlandsproduktzwischen Juli und September um eine hochgerechnete Jahresrate von 3,5 Prozent. VieleÖkonomen hatten allerdings mit einem noch deutlicheren Rückgang gerechnet. Im Vorquartalwar das BIP noch um revidiert 0,1 Prozent gewachsen. Die Börse gab nach Bekanntgabeder Daten etwas nach.
Im Vergleich zum Vorquartalverringerte sich die Wirtschaftsleistung der drittgrößten Volkswirtschaft der Weltum real 0,9 Prozent. Japans Regierungschef Yoshihiko Noda sprach von einer "ernsten"Lage. Die globale Abkühlung drosselte die Exporte, die weiter ein wichtiger Antriebsmotorder japanischen Wirtschaft ist. Neben der weltweiten Abkühlung der Wirtschaft belastender starke Yen und die Auswirkungen eines Gebietsstreits mit China zusätzlich dieExportwirtschaft des Landes.
Die Investitionen der Unternehmen in Ausrüstungenund Anlagen sanken um 3,2 Prozent. Die Verbraucherausgaben, die etwa zur Hälftezur Wirtschaftsleistung beitragen, gaben um 0,5 Prozent nach. Die Entwicklung dürfteden Druck auf die Notenbank aufrechterhalten, die Geldpolitik weiter zu lockern.
Quelle: n-tv.de

