Mittwoch, 02. Dezember 2009
Schweden machen's möglich: Jeans aus Kims Reich
Das kommunistische Nordkorea ist nicht gerade für coole Klamotten bekannt. In ausgewählten Geschäften in Schweden und im Internet werden ab Freitag jedoch die ersten Jeans aus dem ostasiatischen Land verkauft.Wie die Vertriebsfirma, ein kleines Unternehmen aus Stockholm, mitteilte, tragen die Hosen den Markennamen Noko Jeans, der sich schlicht von dem Wort Nordkorea ableitet. Die zwei Noko-Modelle sollen je 1500 Kronen (150 Euro) kosten und damit mehr als ein durchschnittlicher Monatslohn in Nordkorea. Das Tragen einer Jeans lassen die strengen Kleidungsvorschriften in dem stalinistisch regierten Land selbst nicht zu.
Die Jeanshosen würden vollständig in einer Fabrik nahe der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang hergestellt, erklärte Noko. Die Idee stammt von den drei Schweden Jacob Aaström, Tor Rauden Källstigen und Jakob Ohlsson. Zuerst habe sie der Wunsch angetrieben, das isolierte Nordkorea besser kennenzulernen, schrieb das Trio auf der Noko-Website.
Obwohl die drei jungen Männer bis dahin weder mit Mode noch mit Außenhandel Erfahrungen gesammelt hatten, wendeten sie sich Mitte 2007 an die nordkoreanischen Behörden. Nach einjährigen Verhandlungen durften sie nach Nordkorea reisen. Dort mussten sie nach eigenen Angaben noch einige Hindernisse überwinden, bis sie Mitte dieses Jahres mit der Produktion beginnen konnten.
AFP
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