"Anpassung" bei Deutscher BankJobabbau im Investmentbanking

Die Deutsche Bank bekommt die Flaute an den Kapitalmärkten zu spüren. Das größte deutsche Finanzinstitut reagiert und plant offenbar einen Stellenabbau in der bisher gewinnträchtigen Investmentbanking-Sparte. Einen "Strategiewechsel" sieht das Geldhaus darin aber nicht.
Die in die Libor-Affäre verstrickte Deutsche Bank will laut einem Medienbericht in den kommenden Wochen mehr als 1000 Stellen im Investmentbanking abbauen. Das Geldhaus reagiere damit auf den Geschäftseinbruch an den Kapitalmärkten, berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung auf informierte Kreise. Die Stellen sollen demnach überwiegend im Ausland gestrichen werden.
Der Stellenabbau erfolge unabhängig von einer neuen strategischen Ausrichtung der Bank, welche die beiden Vorstandschefs Anshu Jain und Jürgen Fitschen im September ankündigen wollten, schrieb das Blatt. Es handle sich um eine "taktische Anpassung und nicht um einen Wechsel der Strategie", zitierte es seine Quelle.
Die Doppelspitze Jain/Fitschen leitet seit Juni die Deutsche Bank und ist die Nachfolge von Josef Ackermann. Dieser hatte frühzeitig auf die Banken- und Wirtschaftskrise reagiert und das größte deutsche Geldhaus mit der Übernahme der Postbank breiter aufgestellt. Die Milliardengewinne der vergangenen Jahre wurden aber überwiegend mit Hilfe des Investmentbanking-Bereichs und nicht mit der Privatkundensparte erzielt.