Wirtschaft
Für deutsche Jugendliche sieht es derzeit ganz gut aus. Doch in Südeuropa droht eine ganze Generation den Anschluss zu verlieren.
Für deutsche Jugendliche sieht es derzeit ganz gut aus. Doch in Südeuropa droht eine ganze Generation den Anschluss zu verlieren.(Foto: picture alliance / dpa)

Deutschland weit unter EU-Schnitt: Jugendarbeitslosigkeit sinkt deutlich

2004 bewegt sich die Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland auf Höchstständen. Dann markiert die Agenda 2010 den Beginn eines anhaltenden Aufschwungs am Arbeitsmarkt. Düster sieht es für junge Menschen hingegen in den EU-Krisenstaaten aus.

Die Zahl junger Menschen ohne Job in Deutschland ist in den letzten zehn Jahren deutlich gesunken. Die Erwerbslosenquote der 15- bis 24-Jährigen lag 2014 mit 7,7 Prozent auf dem niedrigsten Stand in der Europäischen Union, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Demnach waren 330.000 Jugendliche auf der Suche nach einem Job, im Jahr 2005 waren es noch 745.000. In der gesamten EU lag die Erwerbslosenquote junger Menschen bei 22,2 Prozent. Am höchsten war sie in Spanien (53,2 Prozent) und Griechenland (52,4 Prozent).

Knapp 30 Prozent der erwerbslosen jungen Menschen machten in Deutschland eine Ausbildung oder Weiterbildung. Zu den Erwerbslosen werden auch diejenigen gezählt, die einen Nebenjob suchen, zum Beispiel Schüler.

Der Anteil der nichterwerbstätigen Jugendlichen, die keine Ausbildung oder Weiterbildung machten, sank in den vergangenen zehn Jahren von 10,9 Prozent auf 6,4 Prozent. Im europäischen Vergleich lag Deutschland damit hinter den Niederlanden (5,0 Prozent), Dänemark (5,8 Prozent) und Luxemburg (6,3 Prozent).

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen