Boom an den AgrarmärktenK+S legt kräftig zu
Der Aufwärtstrend an den Agrarmärkten sorgt beim Salz- und Düngemittelkonzern K+S für gute Geschäfte. Für das Gesamtjahr hebt das Management seine Prognose - wie schon nach dem ersten Quartal - leicht an.
Steigende Preise für Weizen und andere Agrarrohstoffe stimmen den Salz- und Düngemittelkonzern K+S optimistisch. Das Unternehmen verachtfachte seinen Betriebsgewinn im zweiten Quartal und hob daraufhin seine Absatzprognose leicht an - zum zweiten Mal in diesem Jahr. Zudem nannte Firmenchef Norbert Steiner erstmals konkrete Umsatz- und Gewinnziele für 2010. Nach dem Krisenjahr 2009 sei die Talsohle durchschritten und der Konzern befinde sich wieder auf Wachstumskurs, sagte Steiner. "Auch im zweiten Halbjahr dürfte sich der positive Trend bei der Düngemittelnachfrage fortsetzen."
Für das Gesamtjahr erhöhte K+S seine Absatzprognose für Kali- und Magnesiumprodukten auf 6,5 Mio. bis 7 Mio. Tonnen. Weltweit rechnet der Konzern nun mit einem Kaliabsatz von 50 Mio. Tonnen und ist damit ähnlich optimistisch wie Weltmarktführer Potash. Hoffnung machen der Branche vor allem die zuletzt deutlich gestiegenen Preise für Agrarrohstoffe wie Zucker, Mais und vor allem Weizen. Damit nehmen die Bauern mehr Geld ein und können dann mehr und teureren Dünger bestellen. Auch die Konkurrenten Uralkali, CF Industries und Mosaic hatten deshalb zuletzt deutliche Gewinnsprünge vermeldet.
Im Vergleich zum Vorjahr, als die Landwirte in der Wirtschaftskrise Bestellungen auf die lange Bank schoben und damit die stärksten Geschäftsrückgänge in der Düngemittelbranche seit Jahrzehnten auslösten, erwartet der Konzern aus Kassel in diesem Jahr deutliche Zuwächse. Der Umsatz soll auf 4,6 bis 5 (2009: 3,6) Mrd. Euro, der Betriebsgewinn auf 550 bis 600 (2009: 238) Mio. Euro steigen.
Im zweiten Quartal fuhr das Unternehmen einen Betriebsgewinn von 155,5 Mio. Euro ein nach 18,1 Mio. ein Jahr zuvor. Die Erlöse kletterten um 43 Prozent auf rund 1 Mrd. Euro. Zudem erwirtschaftete K+S einen bereinigten Überschuss von 97,5 Mio. Euro, nachdem im Vorjahr noch ein Verlust von 44,3 Mio. Euro in den Büchern stand. Mit sämtlichen Kennzahlen übertraf das Unternehmen die Erwartungen der Analysten.