Kapitalerhöhung angekündigtK+S sammelt Geld ein
Der Düngemittel- und Salzhersteller K+S will mit Hilfe einer Kapitalerhöhung über 600 Mio. Euro in die Kassen bekommen. K+S-Aktionäre erhalten ein mittelbares Bezugsrecht.
Der Düngemittel- und Salzhersteller K+S will mit Hilfe einer Kapitalerhöhung über 600 Mio. Euro in die Kassen bekommen. 26,4 Mio. neue Stammaktien sollen zu einem Bezugspreis von 26 Euro das Stück ausgegeben werden, wie das Kasseler Unternehmen mitteilte. Damit würden dem Unternehmen 686,4 Mio. Euro zufließen.
K+S-Aktionäre erhalten ein mittelbares Bezugsrecht und können für 25 gehaltene Aktien vier neue Titel erwerben. Die beiden größten Aktionäre, MCC/EuroChem und BASF, hätten bereits zugesagt, sich an der Transaktion entsprechend ihres Anteils in vollem Umfang zu beteiligen, hieß es. Die K+S-Aktie hatte den Handel zuvor mit 43,29 Euro und einem Plus von rund vier Prozent als Spitzenreiter im Dax beendet.
Experten hatten mit einer Kapitalerhöhung gerechnet, nachdem sich die Finanzlage von K+S durch die Finanzkrise und die milliardenschwere Übernahme des US-Konzerns Morton Salt verschlechtert hatte. K+S hatte für den größten Zukauf der Firmengeschichte gut eine Mrd. Euro auf den Tisch gelegt und war zum weltgrößten Salzhersteller aufgestiegen. Zudem hatte Konzernchef Norbert Steiner zuletzt die Ausgabe neuer Aktien als "denkbare Option" bezeichnet.