Mittwoch, 09. Juni 2010
Weg von der Blumenerde: K+S will Compo loswerden
Der Salz- und Düngemittelkonzern K+S plant einen Verkauf seiner Tochter Compo. Grund ist nach Unternehmensangaben die Fokussierung auf das Kerngeschäft. Compo bietet unter anderem Blumenerde an.
K+S will in den Geschäftsbereichen Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz wachsen.
(Foto: picture alliance / dpa)
Der Kasseler Salz- und Düngemittelhersteller K+S prüft den Verkauf des Blumenerde- und Düngemittelanbieters Compo. Ein Ergebnis solle innerhalb eines Jahres vorliegen, teilte das Dax-Unternehmen mit. Die Investmentbank Goldman Sachs sei beauftragt worden, den Prozess zu begleiten. K+S wolle sich auf ihr Kerngeschäft fokussieren, begründete das Unternehmen den Schritt.
Vorstand und Aufsichtsrat seien im Rahmen einer vor einigen Monaten angestoßenen Analyse über die mittel- bis langfristigen Markt- und Geschäftsperspektiven von Compo zu dem Ergebnis gelangt, dass innerhalb der Branche eine Konsolidierung erforderlich sein werde, hieß es weiter. Beide Gremien hätten sich für die Prüfung einer Veräußerung von Compo ausgesprochen.
Die Strategie der K+S Gruppe sehe vor, insbesondere in den Geschäftsbereichen Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz zu wachsen. Deshalb habe sich die K+S Gruppe entschieden, ihre Managementressourcen und finanziellen Mittel hierauf zu fokussieren. In den kommenden Monaten wolle K+S ein Konzept für eine mögliche gesellschaftsrechtliche und unternehmerische Herauslösung (Carve-Out) von Compo aus der K+S Gruppe erarbeiten.
Das Umsatzvolumen Compos liegt bei rund 400 Millionen Euro. Das Unternehmen beschäftigt weltweit etwa 1100 Mitarbeiter. Das Sortiment von Compo umfasst unter anderem Düngemittel, Pflanzenschutzprodukte und Blumenerden.
DJ
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