Wirtschaft
GfK befindet sich in der Krise.
GfK befindet sich in der Krise.(Foto: dpa)
Mittwoch, 15. Februar 2017

Hürde gerade so übersprungen: KKR kann bei GfK mitbestimmen

Das war knapp: Der Finanzinvestor KKR hält nun gemeinsam mit einer Eigentümergesellschaft eine Dreiviertelmehrheit beim Marktforscher GfK. Allerdings hat KKR beim Einsammeln von Aktien mehr Schwierigkeiten als erwartet.

Der Finanzinvestor KKR hat seine Hürde zum Einstieg beim kriselnden Marktforscher GfK denkbar knapp übersprungen. Die US-Gesellschaft sammelte nur 0,76 Prozent mehr an Aktien ein, als sie sich selbst zur Bedingung für eine Beteiligung an dem Nürnberger Unternehmen gemacht hatte, wie KKR mitteilte. Damit halten der GfK-Verein und sein neuer Partner zusammen etwas mehr als die angestrebten 75 Prozent.

Der Investor hatte zwar schon am Wochenende von einem erfolgreichen Einstieg gesprochen, hat jedoch nach eigenen Angaben erst jetzt Klarheit über die genaue Zahl der Aktien, die ihm angedient wurden. KKR sammelte rund 19,3 Prozent der Anteile ein.

Um sich die gewünschte Dreiviertelmehrheit mit dem Verein zu sichern, waren mindestens 18,54 Prozent nötig. Die übrigen Aktionäre haben nun bis 1. März noch einmal Gelegenheit, ihre Papiere zu je 43,50 Euro an KKR zu verkaufen.

KKR soll dem Unternehmen auf die Sprünge helfen, das durch Großfusionen in der Werbe- und Marktforschungsbranche von Riesen wie Nielsen und WPP (TNS Infratest) immer stärker abgehängt worden ist. Das erhoffte Wachstum blieb aus, die Geschäftsprognosen wurden verfehlt. Bekannt ist die GfK für den Konsumklima-Index, der einer der meistbeachteten Konjunktur-Indikatoren in Deutschland ist, und für die Ermittlung der Einschaltquoten im Fernsehen.

Quelle: n-tv.de

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