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Wirtschaft

Donnerstag, 12. November 2009

Basteln am Feinkost-Imperium: Kamps kauft weiter zu

Der ehemalige Großbäcker Heiner Kamps hat eine Reihe von Feinkostproduzenten gekauft. Vier Unternehmen sollen in die Homann Feinkost GmbH in Dissen (Kreis Osnabrück) integriert werden, ließ Kamps mitteilen.
Heißhunger auf Feinkost: Heiner Kamps.

Heißhunger auf Feinkost: Heiner Kamps.
(Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb)

Neben der Berliner Firma Pfennigs Feinkost, deren Produktionsstätte in Sarstedt (Kreis Hildesheim) ist, und Nadler (Bottrop) kaufte Kamps noch die Thüringer Fischfeinkost Gebrüder Hopf (Floh-Seligenthal) sowie die polnische Uniq Lisner Spolka. Alle Unternehmen gehörten zu dem britischen Lebensmittelkonzern Uniq PLC und sind teilweise miteinander verflochten.

Kamps hatte vor sechs Jahren die Fischrestaurantkette "Nordsee" in Bremerhaven übernommen. Anschließend kaufte er weitere Lebensmittelunternehmen.

Mit der jetzigen Übernahme der vier Firmen sieht Kamps seine eigenen Konzernpläne gestärkt. Insgesamt erwartet er für seine erweiterte Gruppe einen Jahresumsatz von einer Mrd. Euro. Den Jahresumsatz der Neuerwerbungen beziffert Kamps dabei auf 225 Mio. Euro.

Angaben über die Zukunft der Produktionsstätten in Bottrop, Floh- Seligenthal, Sarstedt und dem polnischen Posen sowie der insgesamt 1700 Arbeitsplätze machte Kamps nicht. Die hinzu gekauften Unternehmen sollen unter das Dach der Homann Feinkost in Dissen gestellt werden.

Über die genauen künftigen Strukturen, die Produktionsstandorte und die Arbeitsplätze könne erst nach der Zustimmung des Bundeskartellamtes zu dem Geschäft entschieden werden, sagte ein Sprecher von Kamps. Rund 1000 der 1700 Arbeitsplätze in den Neuerwerbungen befinden sich in Posen. Die Gesamtbelegschaft seiner Unternehmen beziffert Kamps auf 9500 Beschäftigte.

wne/dpa

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