Wirtschaft
Sein Werbespruch gilt auch für den Konzern selbst: Es gibt immer etwas zu tun.
Sein Werbespruch gilt auch für den Konzern selbst: Es gibt immer etwas zu tun.(Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb)

Erwartungen ans Jahr gesenkt: Kein Jippijei bei Hornbach

Das Jahr hätte besser laufen können für Hornbach. Schuld daran sind die Kunden in Deutschland - sie kamen nicht so zahlreich wie erhofft.

Die Baumarktgruppe Hornbach hat in den ersten neun Monaten ihres Geschäftsjahres unter einer Ertragsschwäche im Heimatmarkt Deutschland gelitten und senkt deshalb die Erwartungen an das Gesamtjahr. Dank der Baumärkte im europäischen Ausland legte der Gesamtumsatz der Gruppe im Dreivierteljahr per Ende November zwar um 4,5 Prozent auf 3,0 Milliarden Euro zu, wie Hornbach mitteilte. Wegen der Schwäche in Deutschland fiel das Betriebsergebnis jedoch um knapp 10 Prozent auf 172,5 Millionen Euro.

Die unbefriedigende Ergebnisentwicklung des Baumarktgeschäfts in Deutschland habe Bremsspuren in der operativen Ertragslage der Gruppe hinterlassen, heißt es. In den Herbstmonaten hätten sich die deutschen Verbraucher zurückgehalten, was vermehrte Rabattaktionen zur Folge gehabt habe. Das habe die Gewinnmarge vor allem im November belastet.

Unter dem Strich sah das Ergebnis etwas positiver aus: Dank eines verbesserten Finanzergebnisses und einer niedrigeren Konzernsteuerquote verfehlte der Periodenüberschuss der Hornbach Holding im Dreivierteljahr mit 116,7 Millionen Euro den Vorjahreswert nur knapp. Das dritte Quartal alleine zeigte allerdings mit 11,6 Millionen Euro fast eine Halbierung des Periodenüberschusses.

Aufgrund der operativ schwachen Ergebnisentwicklung des Baumarktgeschäfts senkte die Hornbach-Gruppe für das Gesamtjahr ihre Ertragsziele. Demnach rechnet der Vorstand nicht mehr damit, den Betriebsgewinn auf Vorjahreshöhe halten zu können. Stattdessen werde das EBIT den Vorjahreswert von 165,1 Millionen Euro um höchstens 15 Prozent unterschreiten.

Die Umsätze im größten operativen Teilkonzern Hornbach Baumarkt AG (Einzelhandel) erhöhten sich im Zeitraum 1. September bis 30. November 2015 um 5,9 Prozent auf 863,0 Millionen Euro. Auch hier war es vor allem die Nachfrage im europäischen Ausland, die das Geschäft anschob.

Quelle: n-tv.de

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