Wirtschaft

Eine Nummer größer "stapeln": Kion will an die Börse

Kion ist der weltweit zweitgrößte Hersteller von Gabelstaplern. Die ehemalige Linde-Tochter gehört mehreren Finanzinvestoren und einem chinesischen Konzern. Nun planen sie den teilweisen Ausstieg und wollen Kion durch einen Börsengang auch fit für weiteres Wachstum machen. Es könnte ein Milliarden-IPO werden.

Kion soll an die Börse.
Kion soll an die Börse.(Foto: Pressebild)

In Deutschland steht ein weiteres Unternehmen in den Startlöchern für einen Börsengang. Der Gabelstaplerhersteller Kion will noch im laufenden Jahr den Gang aufs Parkett wagen. Das Unternehmen will dadurch frische Mittel einsammeln, um weiteres Wachstum finanzieren zu können, teilte Kion mit. Von informierten Personen hieß es, dass Kion Goldman Sachs, Deutsche Bank und Morgan Stanley als Berater mit dem Börsengang beauftragt habe.

Der Private-Equity-Arm von Goldman Sachs sowie Finanzinvestor KKR, die je 37,5 Prozent an Kion halten, dürften den Börsengang zum teilweisen Ausstieg nutzen. Beide hatten Kion der Linde AG 2006 für 4 Mrd. Euro abgekauft. Der Kaufpreis umfasste seinerzeit auch Nettoschulden von 400 Mio. Euro.

Milliarden-Umsatz

Kion ist nach Toyota Industries der weltweit zweitgrößte Hersteller von Gabelstaplern. Ankerinvestor bei Kion ist seit vergangenem Jahr auch die zum Shangdong-Konzern gehörende Weichai Power. Die Chinesen hatten sich mit 25 Prozent an Kion beteiligt und die Option gesichert, diesen Anteil im Zuge eines IPOs um etwas mehr als 3 Prozent auszubauen.

Im vergangenen Jahr erlöste Kion mit mehr als 21.000 Beschäftigten 4,7 Mrd. Euro, ein Zuwachs von 8,2 Prozent. Das Ergebnis erreichte 161 Mio. Euro nach einem Verlust von 93 Mio. Euro im Jahr 2011. Damit ist Kion mittelfristig ein Kandidat für den MDax.

Der IPO-Markt war nach der Finanzkrise 2008 zunächst ausgetrocknet. Viele Unternehmen hatten wegen der sehr wechselhaften Entwicklung an den Aktienmärkten ihre Börsenpläne zurückgestellt. Das Umfeld bessert sich aber - zuletzt hatten unter anderem der Immobilienkonzern LEG, Evonik und Telefonica Deutschland den Gang an die Börse gewagt. Der Medienkonzern Bertelsmann platzierte zudem ein 1,4 Mrd. Euro schweres Aktienpaket an der RTL Group am Markt.

Quelle: n-tv.de

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