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Wirtschaft

Mittwoch, 03. Juni 2009

Keine Gewinnprognose: Kleinere Brötchen bei Jenoptik

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Michael Mertin stimmt die Belegschaft auf den Abbau von Arbeitsplätzen ein.

Michael Mertin stimmt die Belegschaft auf den Abbau von Arbeitsplätzen ein.
(Foto: picture-alliance/ dpa)

Der Technologiekonzern Jenoptik will Firmenkäufe vorerst zurückstellen und seine Kasse schonen. "Wir werden unseren Fokus vor allem auf organisches Wachstum legen, um die Liquidität der Jenoptik zu sichern", sagte Vorstandschef Michael Mertin auf der Hauptversammlung in Weimar.

Verhandlungen mit Banken gestalteten sich im gegenwärtigen Kapitalmarktumfeld schwierig. Zudem stimmte Mertin die Belegschaft erneut auf die Streichung von Arbeitsplätzen ein: "Als eine weitere Reaktion auf die Wirtschaftskrise kann auch Stellenabbau nicht mehr ausgeschlossen werden." Derzeit sind bereits gut 400 Beschäftigte in Kurzarbeit.

Das thüringische Unternehmen beschäftigt rund 3400 Mitarbeiter und beliefert unter anderem die Auto- und Halbleiterindustrie. Der Abschwung treffe diese Zweige besonders stark, in denen man etwa ein Fünftel des Umsatzes von rund 550 Mio. Euro erwirtschafte. Die schwierige Lage werde sich hier aller Voraussicht nach fortsetzen, warnte der Konzern.

Für dieses Jahr gab das Unternehmen daher keine konkrete Gewinnprognose ab. Umsatz und Ergebnis würden aber unter Vorjahr liegen. Operativ soll auf jeden Fall ein Gewinn in den Büchern stehen. Eine Dividende will das Unternehmen weiter nicht zahlen.

wne/rts

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