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Nordic Bulk Carriers erhofft sich von der Nutzung der Nordwest-Passage einen erheblichen Zeitgewinn.
Nordic Bulk Carriers erhofft sich von der Nutzung der Nordwest-Passage einen erheblichen Zeitgewinn.(Foto: Nordic Bulk Carriers)

Gefährliche Abkürzung: Großfrachter durchquert Nordwest-Passage

Der Schiffweg durch die Nordwest-Passage ist gefährlich, aber auch etwa 2000 Kilometer kürzer als die Route durch den Panamakanal. Das verspricht deutlich niedrigere Transportkosten. Einem 225 Meter langen Riesen-Frachtschiff ist nun das bisher Unmögliche gelungen.

Erstmals ist einem großen Frachtschiff die Durchfahrt durch die gefährliche Nordwest-Passage in der Arktis geglückt. Nahezu zeitgleich mit der Veröffentlichung eines neuen Berichts über ein dramatisches Fortschreiten der Erderwärmung meldete die dänische Reederei Nordic Bulk Carriers, dass ihr Schiff "Nordic Orion" die Passage durch die bislang meist vereiste Wasserstraße geschafft habe. Das 75.000 Tonnen schwere und 225 Meter lange Schiff ist mit Kohle für ein finnisches Stahlwerk beladen und soll am 7. Oktober im finnischen Pori anlegen. Der mit einem verstärkten Rumpf ausgestattete Frachter war Anfang September im kanadischen Pazifikhafen Vancouver in See gestochen.

Die Reederei erhofft sich von der Nutzung der Nordwest-Passage einen erheblichen Zeitgewinn, einen geringeren Kraftstoffverbrauch und eine Entlastung der Umwelt. Der Gütertransport auf dem Seeweg könnte um 25 Prozent zunehmen.

Der Weg durch die Nordwest-Passage ist etwa 2000 Kilometer kürzer als die herkömmliche Route durch den Panamakanal, wie die Reederei Nordic weiter erklärte. Bislang konnten nur kleinere Frachtschiffe und Eisbrecher die Passage durchfahren.

Quelle: n-tv.de

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