Wirtschaft
Angesichts steigende Mieten und niedriger Zinsen ist Hausbauen derzeit angesagt.
Angesichts steigende Mieten und niedriger Zinsen ist Hausbauen derzeit angesagt.(Foto: dpa)
Mittwoch, 22. März 2017

Kampf gegen Preisblasen: Koalition entschärft wohl Immobiliengesetz

Aufgrund niedriger Zinsen zieht in den letzten Jahren auch die Nachfrage nach Immobilienkrediten an. Um zu verhindern, dass der Markt überhitzt, will die Koalition zum Unmut von Banken Obergrenzen festlegen. Die Kritik wird einem Bericht zufolge erhört.

Die große Koalition will offenbar ein Gesetz zur Bekämpfung von Immobilienblasen entschärfen. Darauf hätten sich Union und SPD nach Protesten von Banken und der Immobilienbranche verständigt, berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung auf Finanzpolitiker. Demnach sollen die ursprünglich vorgesehenen Obergrenzen für Hauskredite gesenkt werden.

Mit den extrem niedrigen Zinsen hat in den vergangenen Jahren auch die Nachfrage nach Immobilienkrediten stark angezogen. Daher plant die Bundesregierung ein Gesetz, mit dem bei einer Überhitzung des Marktes gegengesteuert werden kann. Ziel ist es, für die Volkswirtschaft schädliche Preisblasen wie zuletzt in Irland und Spanien zu verhindern. Banken und Immobilienwirtschaft kritisierten die Pläne und warnten vor einer Einschränkung der Kreditvergabe.

Dem Blatt zufolge soll es statt der ursprünglich geplanten vier Instrumente nur zwei geben. Demnach könnte die Finanzaufsicht Bafin bei einer drohenden Immobilienblase eine Obergrenze für die Darlehenshöhe bezogen auf den Immobilienwert festlegen und eine Vorgabe für den Zeitraum machen, innerhalb dessen der Kredit getilgt werden muss. Auch die verbleibenden Hürden im Gesetz würden gesenkt, berichtete die Zeitung.

"Mit dieser Regelung erreichen wir, dass Familien die niedrigen Zinsen auch weiterhin nutzen können, um Wohneigentum zu bilden", wurde die Finanzexpertin Antje Tillmann von der CDU zitiert. Ihr SPD-Kollege Manfred Zöllmer sprach von einem "Kompromiss mit Augenmaß".

Quelle: n-tv.de

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