Wirtschaft

Kauflust am SonntagmorgenKunden legen Quelle lahm

01.11.2009, 10:46 Uhr

Deutschland, 1. November, 06.00 Uhr morgens: Der letzte große Auftritt des insolventen Versandhauses Quelle beginnt. Überall in Deutschland fahren Schnäppchenjäger ihre Rechner hoch, um bei "Deutschlands größtem Ausverlauf" nur ja nichts zu verpassen.

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Leere Regale finden kaufwillige Kunden in diesem Quelle-Einkaufszentrum in Nürnberg vor - abgesehen natürlich von einem Fernseher und einem nicht uneleganten Ventilator. (Foto: dpa)

Der Ausverkauf beim Versandhaus Quelle hat mit technischen Schwierigkeiten begonnen. Schon wenige Stunden nach dem Start am Sonntag war die Internetseite des Unternehmens überlastet und daher schwer zu erreichen. Der Ausverkauf des Pleiteunternehmens begann zunächst auf der Internetseite, am Montag sollte es auch in den Quelle-Filialen deutliche Rabatte geben.

Zum Verkauf stehen bis zu 18 Mio. Waren, die bis zu 30 Prozent billiger verkauft werden. Den Angaben zufolge stammt knapp die Hälfte der angebotenen Waren aus dem Bereich Mode. Der Ausverkauf ist zeitlich zunächst nicht befristet.

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Zeichen der Zeit: Bis Ende des Jahres soll es ständig neue Angebote geben. (Foto: dpa)

Quelle werde liefern, so lange der Vorrat reiche, hatte Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg erklärt. Dabei werde angestrebt, die Bestellungen bis Weihnachten auszuliefern.

Für den Ausverkauf werden den Angaben zufolge noch rund 4300 Mitarbeiter beschäftigt. Gut 2100 Mitarbeiter haben dagegen zum 1. November ihren Job verloren.

Der Insolvenzverwalter hatte vor gut zehn Tagen das Aus für das deutsche Traditionsunternehmen bekannt gegeben. Trotz intensiver Verhandlungen hatte sich kein Investor für den insolventen Versandhändler gefunden.

Quelle: AFP