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Ende einer Ehe: Lässt Adidas Reebok laufen?

Seit Jahren müht sich der deutsche Sportartikelhersteller Adidas mit seiner US-Tochter Reebok. Insidern zufolge könnte dies nun ein Ende haben. Angeblich wollen Investoren für die Sparte eine milliardenschwere Offerte vorlegen.

Ein Konsortium von Investoren aus Hongkong und Abu Dhabi will die US-Tochter Reebok von Adidas kaufen. Laut Insidern stehen die Interessenten unmittelbar davor, dem Adidas-Aufsichtsrat ein schriftliches Kaufangebot über 1,7 Milliarden Euro zu unterbreiten, wie das "Wall Street Journal" berichtet. Sollten die Bieter zum Zuge kommen, würde eine achtjährige Konzernehe zwischen Adidas und Reebok zu Ende gehen, die dem deutschen Sportartikelhersteller bisher nicht den erhofften Geschäftserfolg gebracht hat.

Jynwel Capital, ein Investmentvehikel der malaysischen Milliardärsfamilie Low, sowie Fonds der Regierung von Abu Dhabi steckten hinter dem Konsortium, sagen die Sachkenner. In ihrem Brief an Adidas dürften die Investoren argumentieren, dass Reebok als unabhängig geführtes Unternehmen eine bessere Zukunft bevorstünde - eine These, die jüngst auch verschiedene andere Konzernabspaltungen angetrieben hat.

Vertreter des Konsortiums haben diverse Gespräche mit Top-Managern von Reebok geführt. Es ist allerdings unklar, wie Adidas auf den neuen Vorstoß der Investoren reagieren wird.

Adidas hatte Reebok im Jahr 2006 für rund drei Milliarden Euro gekauft, um sich gegenüber dem Branchenführer Nike vor allem in den USA besser behaupten zu können. Doch das Gegenteil trat ein: Nike konnte seine Marktmacht festigen, während Adidas und Reebok Marktanteile verloren.

Quelle: n-tv.de

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