Wirtschaft
Elektrolichtbogenofen im Peiner Werk.
Elektrolichtbogenofen im Peiner Werk.(Foto: dpa)

Chefkontrolleur ist sehr beunruhigt: Lage von Salzgitter ist brisant

Die Stahlunternehmen befinden sich derzeit in einer Krise, davon betroffen ist auch Salzgitter. Aufsichtsratschef Thieme fordert ein entschiedenes Gegensteuern. Große Sorgen bereitet das Werk in Peine. Insgesamt will das MDax-Unternehmen mehr als 1500 Stellen abbauen.

Der Aufsichtsratschef von Salzgitter will den Stahlkonzern umkrempeln. "Die Wege von der Ofenbühne zum Spitzenmanagement müssen kürzer werden und die Produktion flexibler", sagte Rainer Thieme der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung". Die Lage sei brisant und man müsse gegensteuern.

Das Werk im niedersächsischen Peine sieht Thieme "in seiner Existenz bedroht". Es dürfe nicht den gesamten Konzern in Gefahr bringen. Derzeit arbeiteten Management und Belegschaftsvertreter hart an einem Sanierungskonzept. "Nur wenn sich hier etwas bewegt, möchte ich heute die schlimmstmögliche Entscheidung ausschließen", ergänzte Thieme.

Salzgitter hatte in der vergangenen Woche den Abbau von mehr als 1500 Stellen angekündigt, nachdem der MDax-Konzern Anfang August seine Geschäftsprognose erneut gesenkt hatte.

Nun rechnet das Unternehmen für das laufende Jahr mit einem Vorsteuerverlust von 400 Millionen Euro. Als Sorgenkind gilt das Werk in Peine, in dem Stahlträger für die Bauindustrie hergestellt werden.

Quelle: n-tv.de

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