Wirtschaft
Auf zu neuen Ufern: Weil Telefonica in Lateinamerika nicht so erfolgreich wahr, fasst der Segelsportsponsor aus Spanien wieder verstärkt Europa ins Auge.
Auf zu neuen Ufern: Weil Telefonica in Lateinamerika nicht so erfolgreich wahr, fasst der Segelsportsponsor aus Spanien wieder verstärkt Europa ins Auge.(Foto: picture alliance / dpa)

O2-Mutter fehlt Umsatz: Lateinamerika macht Telefonica mürbe

Der südamerikanische Markt sollte endlich den Aufschwung bringen, stattdessen bereitet er dem Telekom-Gigant Telefonica nur Sorgen. Das Umsatzplus lässt auf sich warten. Deswegen fasst der Konzern jetzt einen anderen Markt ins Auge.

Die einstige Wachstumsstütze Lateinamerika verhagelt der O2-Mutter Telefonica die Bilanz. Der operative Gewinn des spanischen Telekomkonzerns brach im zweiten Quartal um 15 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro ein, wie Telefonica mitteilte. Ein Grund dafür ist der teils rapide Währungsverfall in einigen Ländern des Kontinents.

Der Quartalsumsatz sank um 12 Prozent auf 12,7 Milliarden Euro. In Spanien betrug der Rückgang 9 Prozent. Wegen der Talfahrt in Lateinamerika wendet sich Telefonica wieder Europa zu. Vor allem Deutschland soll die Wende bringen, weshalb der hiesige Ableger, der Münchner Mobilfunker O2, den Rivalen E-Plus für 8,6 Milliarden Euro schluckt.

Die EU hat den Deal jüngst bereits durchgewunken. Allerdings kämpft auch O2 mit der harten Konkurrenz. Im zweiten Quartal sind das operative Ergebnis (Oibda) um 14,5 Prozent auf 252 Millionen Euro und der Umsatz um 4,4 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro gefallen.

Telefonicas Verbindlichkeiten stiegen zuletzt um 1 Milliarde auf 43,8 Milliarden Euro. Bis Ende 2014 soll aber die Marke von 43 Milliarden Euro unterschritten werden. Telefonica gehört zu den europäischen Unternehmen mit dem höchsten Schuldenberg.

An der Börse reagierten Anleger mit moderaten Verkäufen auf die Vorlage des Zwischenberichts. Telefonica-Aktien notieren zeitweise 1,5 Prozent im Minus.

Quelle: n-tv.de

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