Mit Immobilien an die Börse: Lehman-Tochter plant Börsengang
Ungewohnt warmer Geldregen im Umfeld der bankrotten US-Bank Lehman Brothers: Die Immobilientochter Archstone spekuliert auf knapp 3,5 Milliarden Dollar durch den Anteilsverkauf. Die Konkurrenz könnte hellhörig werden.
Es wäre der größte Börsengangeines Immobilienunternehmens in den USA: Der Apartment-Spezialist Archstone willbis zu 3,45 Mrd. US-Dollar durch die Ausgabe von Aktien einnehmen, wie das Unternehmenbekanntgab.
Sollte das Listing noch dieses Jahr über die Bühne gehen,wäre es die drittgrößte Emission nach Facebook und der Mexiko-Tochter der spanischenGroßbank Santander.
Archstone gehört zur früherenTop-Investmentbank Lehman Brothers, die in der Finanzkrise im Herbst 2008 kollabierteund eine Weltwirtschaftskrise auslöste. Die Lehman-Pleite hinterließ einen Schuldenberg von geschätzten 200 Mrd. Dollar. Die Verbindung zwischen Lehman und Archstone könnte manche Investorenabschrecken. Archstone teilte nicht mit, wie viele Anteilsscheine ausgegeben werdensollen und zu welchem Preis. Einige Analysten setzen den Firmenwert mit 16 Mrd.US-Dollar an. Ein erfolgreicher Börsengang könnte Nachahmer finden - wie die HiltonHotels.
Archstone besitzt mehr als54.000 Apartments, fast alle davon in beliebten Küstenregionen in den USA wie Floridaund Kalifornien oder in Ballungsgebieten wie Washington, New York, Boston oder Seattle.Dort werden in der Regel wesentlich höhere Mieten gezahlt. Das Portfolio brachteArchstone zuletzt im Monat knapp 2200 US-Dollar pro Einheit ein - bei einer Leerstandsquotevon unter fünf Prozent.
Quelle: n-tv.de

