Wirtschaft
Lidl und Aldi sind ewige Rivalen und vielleicht bald schon gleich umsatzstark.
Lidl und Aldi sind ewige Rivalen und vielleicht bald schon gleich umsatzstark.(Foto: picture alliance / dpa)
Freitag, 14. April 2017

Kampf um Weltmarktführerschaft: Lidl und Aldi sollen bald gleichauf liegen

Seit Jahren gilt Aldi als unangefochtener Discount-König. Doch Lidl ist dem Konzern dicht auf den Fersen. Marktforscher haben nun berechnet, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis Lidl seinen Erzrivalen eingeholt hat.

Im Kampf der deutschen Discounter Lidl und Aldi um die weltweite Marktführerschaft wird Lidl einer Studie zufolge binnen fünf Jahren mit seinem Konkurrenten gleichauf liegen. Nach von der "Wirtschaftswoche" veröffentlichten Zahlen des Frankfurter Marktforschers Planet Retail werden Aldi Nord und Aldi Süd in diesem Jahr mit weltweit 83,3 Milliarden Euro noch rund sieben Milliarden Euro mehr Umsatz erwirtschaften als Lidl.

Doch für das Jahr 2022 prognostizieren die Marktforscher für beide Ketten einen Umsatz von 105 Milliarden Euro. Vor allem Aldis starke Stellung in den USA verhindere eine frühere Ablösung.

Lidl will in diesem Sommer die ersten Filialen auf dem US-Markt eröffnen. Die ersten Lidl-Supermärkte sollen in den Bundesstaaten Virginia sowie North und South Carolina entstehen. Eigentlich hatte das Unternehmen seinen Vorstoß auf dem US-Markt erst für 2018 angekündigt. Doch dann drückte der Discounter aufs Tempo. Nach der Eröffnung der ersten 20 Filialen sollen innerhalb eines Jahres bis zu 100 Läden entlang der Ostküste eröffnen.

Erzrivale Aldi ist bereits seit 1976 in den Vereinigten Staaten vertreten. Im Februar 2017 hatte das Unternehmen angekündigt, 1,6 Milliarden Dollar in sein US-Geschäft zu stecken und das Filialnetz bis Ende 2018 auf fast 2000 Läden ausbauen zu wollen.

"Zwar wird Lidl in den kommenden Jahren stärker wachsen als Aldi Nord und Süd", sagte Boris Planer, Discount-Experte von Planet Retail. "Doch Aldi wird die Position als globale Nummer eins noch über Jahre verteidigen."

Quelle: n-tv.de

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