Noch nicht auf großer FahrtLkw-Branche kämpft mit Krise
"Die Krise ist noch nicht überstanden." Harte Worte von VDA-Chef Wissmann zur Situation der deutschen Nutzfahrzeugbranche, deren Umsatz um bis zu 80 Prozent eingebrochen ist. Lichtblicke bei Damiler, MAN und Co. sind aber bereits erkennbar.
Die deutschen
Nutzfahrzeughersteller werden noch länger mit den Folgen der Wirtschaftskrise
zu kämpfen haben. "Trotz aller Lichtblicke sollte uns klar sein: Die Krise
ist noch nicht überstanden", sagte der Präsident des Verbands der
Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann. "Es wird länger dauern, bis
wir das Absatzniveau wieder erreichen, das wir vor der Krise hatten." Zwar
erhole sich die Branche seit einigen Monaten und registriere steigende
Auftragseingänge. Die Nutzfahrzeug-Produktion werde in diesem Jahr in den
großen Märkten Westeuropa, Nordamerika und Japan aber noch um 30 bis 40 Prozent
unter dem Boomjahr 2008 liegen, sagte Wissmann.
Die Nutzfahrzeughersteller,
zu denen in Deutschland unter anderen Daimler, MAN und VW gehören, mussten im Zuge
der Wirtschaftskrise in den vergangenen beiden Jahren Umsatzeinbrüche um bis zu
80 Prozent verkraften. Seit dem Frühjahr dieses Jahres geht es laut VDA wieder
aufwärts: Im Mai kletterte der Absatz von schweren Nutzfahrzeugen (über sechs
Tonnen) erstmals seit September 2008 wieder.
Im Juni seien in Deutschland
37 Prozent mehr Schwer-Lkw zugelassen worden, sagte VDA-Präsident Wissmann.
Diese positive Tendenz werde auch in der zweiten Jahreshälfte anhalten.