Wirtschaft

Noch nicht auf großer FahrtLkw-Branche kämpft mit Krise

09.07.2010, 11:11 Uhr

"Die Krise ist noch nicht überstanden." Harte Worte von VDA-Chef Wissmann zur Situation der deutschen Nutzfahrzeugbranche, deren Umsatz um bis zu 80 Prozent eingebrochen ist. Lichtblicke bei Damiler, MAN und Co. sind aber bereits erkennbar.

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VDA-Präsident Wissmann: "Trotz aller Lichtblicke sollte uns klar sein: Die Krise ist noch nicht überstanden." (Foto: REUTERS)

Die deutschen

Nutzfahrzeughersteller werden noch länger mit den Folgen der Wirtschaftskrise

zu kämpfen haben. "Trotz aller Lichtblicke sollte uns klar sein: Die Krise

ist noch nicht überstanden", sagte der Präsident des Verbands der

Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann. "Es wird länger dauern, bis

wir das Absatzniveau wieder erreichen, das wir vor der Krise hatten." Zwar

erhole sich die Branche seit einigen Monaten und registriere steigende

Auftragseingänge. Die Nutzfahrzeug-Produktion werde in diesem Jahr in den

großen Märkten Westeuropa, Nordamerika und Japan aber noch um 30 bis 40 Prozent

unter dem Boomjahr 2008 liegen, sagte Wissmann.

Die Nutzfahrzeughersteller,

zu denen in Deutschland unter anderen Daimler, MAN und VW gehören, mussten im Zuge

der Wirtschaftskrise in den vergangenen beiden Jahren Umsatzeinbrüche um bis zu

80 Prozent verkraften. Seit dem Frühjahr dieses Jahres geht es laut VDA wieder

aufwärts: Im Mai kletterte der Absatz von schweren Nutzfahrzeugen (über sechs

Tonnen) erstmals seit September 2008 wieder.

Im Juni seien in Deutschland

37 Prozent mehr Schwer-Lkw zugelassen worden, sagte VDA-Präsident Wissmann.

Diese positive Tendenz werde auch in der zweiten Jahreshälfte anhalten.

Quelle: rts