Wirtschaft
AfD-Chef Lucke legt Frankreich den Euro-Abschied nahe.
AfD-Chef Lucke legt Frankreich den Euro-Abschied nahe.(Foto: picture alliance / dpa)

"Land ist das größte Problem": Lucke legt Frankreich Euro-Abschied nahe

Die euro-kritische AfD schießt sich auf Frankreich ein. Die zweitgrößte Volkswirtschaft Europas bekommt nach Ansicht von Parteichef Lucke ihre Probleme nicht in den Griff. Das Land solle daher die Gemeinschaftswährung aufgeben.

AfD-Vorsitzender Bernd Lucke legt Frankreich einen Austritt aus dem Euro nahe. "Das Land wäre gut beraten, den Euro aufzugeben", sagte Lucke der "Bild am Sonntag". Frankreich bekomme die wirtschaftlichen Probleme nicht in den Griff, halte die Defizitgrenzen nicht ein, und zeige keine Bereitschaft zu Reformen. "Frankreich ist das größte Problem, das wir derzeit in der Euro-Zone haben", sagte er weiter.

Die Regierung in Paris hat die europäischen Partner jetzt angesichts der anhaltenden Haushaltsprobleme um "Respekt vor Frankreich" gebeten. Sie sollten die Realität sehen: "die Krise, die die Eurozone aushöhlt", sagte Premierminister Manuel Valls. Europa sei "quasi in der Deflation", und auch Deutschland bleibe nicht verschont.

Erst vor wenigen Tagen hatte die Ratingagentur Standard & Poor's den Ausblick für die Note "AA" auf "negativ" von "stabil" gesenkt. "AA" ist die dritthöchste Bonitätsnote. Mit dem Schritt muss die zweitgrößte Volkswirtschaft der Eurozone die Abstufung ihrer Kreditwürdigkeit fürchten.

Frankreich kämpft seit längerem mit stagnierendem Wachstum und hoher Arbeitslosigkeit. Zudem wird es das Land nach Angaben der Pariser Regierung in den kommenden Jahren nicht schaffen, die Regeln des Maastrichter Stabilitätspaktes einzuhalten.

Quelle: n-tv.de

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