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Flieger bleiben 35 Stunden am Boden: Lufthansa-Piloten treten in den Streik

Streikrepublik Deutschland: Wenige Stunden nach dem Ende des Lokführer-Ausstands legen die Lufthansa-Piloten ihre Arbeit nieder. Ab Mittag werden zunächst die Kurz- und Mittelstrecken bestreikt. Morgen bleiben dann auch die Langstreckenflieger am Boden.

Die Piloten der Lufthansa streiken wieder. Der um 13 Uhr begonnene Ausstand soll bis Dienstag um Mitternacht dauern. Voraussichtlich fallen rund 1400 Deutschland- und Europa-Flüge aus, wie die Lufthansa mitteilte. Damit werden zwei von drei geplanten Verbindungen in den nächsten 35 Stunden annulliert.

Der Ausstand betrifft alle Lufthansa-Flughäfen in Deutschland. Zusätzlich bestreiken die Piloten am Dienstag von 6 Uhr morgens bis Mitternacht noch Verbindungen nach Übersee. Betroffen seien alle Flüge der Maschinen vom Typ Airbus A380, A340 und A330 sowie Boeing 747. Ein Sprecher der Lufthansa sagte, dass das Unternehmen den Langstreckenverkehr am Dienstag wohl vollständig einstellen müsse.

Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit forderte die Lufthansa in ihrer Erklärung auf, "ihre Blockadehaltung aufzugeben" und ihren "Beitrag zur Beilegung des Tarifkonflikts zu leisten". Man hoffe, "dass es überhaupt mal Verhandlungen gibt". Die Das Unternehmen habe sich in seiner Position eingegraben. "Lufthansa muss aus den Schützengräben raus", sagte ein Sprecher zu n-tv.

Insgesamt seien bislang rund 2150 Verbindungen von dem geplanten Ausstand betroffen, von denen aber ein Drittel und damit rund 700 Flüge gewährleistet werden könnten, teilte die Lufthansa mit. Demnach rechnet das Unternehmen damit, dass von dem Streik etwa 200.000 Kunden betroffen sein werden.

Hintergrund ist ein Streit über die sogenannte Übergangsversorgung, die es bislang noch etwa jedem zweiten Piloten des Konzerns erlaubt, ab dem Alter von 55 Jahren in den bezahlten Frühruhestand zu gehen. Die Lufthansa will die Altersgrenze anheben. Cockpit lehnt dies ab.

Quelle: n-tv.de

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