Wirtschaft
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Mehr Geld für Flugbegleiter: Lufthansa beendet Tarifstreit

Im monatelangen Tarifkonflikt der Lufthansa-Flugbegleiter gibt es eine Einigung. Erneute Streiks sind damit vom Tisch.

Der monatelange Tarifkonflikt bei der Lufthansa ist beigelegt. Das Unternehmen und die Kabinengewerkschaft Ufo erklärten, den Spruch des Schlichters Bert Rürup anzunehmen.

Die Lufthansa hat nach einem langen und harten Arbeitskampf einen neuen Tarifvertrag mit ihren Flugbegleitern geschlossen. Die Tarifparteien hätten sich darauf geeinigt, dass es bei den Stewards und Stewardessen der Airline bis Ende 2014 keine betriebsbedingten Kündigungen geben werde, teilte die Lufthansa mit. "Das ist gerade in Zeiten, wo in anderen Teilen des Konzerns Arbeitsplätze abgebaut werden, sehr wichtig" sagte Nicoley Baublies, Chef der Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo. Zudem verzichtet die Lufthansa bis zum Jahre 2016 auf den Einsatz von Leiharbeitern.

Seit September hatte der ehemalige Wirtschaftsweise Rürup in dem Konflikt geschlichtet, in dem die Flugbegleiter die Airline schon dreimal bestreikt hatten. Die Stewardessen erhalten zudem eine Lohnerhöhung von 3,95 Prozent ab Januar 2013 für zwei Jahre sowie eine Einmalzahlung - insgesamt beläuft sich das Volumen damit auf 4,6 Prozent. Die Lufthansa hält den Abschluss für teuer erkauft. "Der Kompromiss ist für die Lufthansa sehr schmerzhaft", sagte Passagevorstand Peter Gerber. Die Mehrkosten beliefen sich für den Konzern brutto auf 33 Mio. Euro.

Die Gewerkschaft hatte Gehaltserhöhungen von fünf Prozent bei einer Laufzeit von 15 Monaten gefordert. Dagegen hatte die Lufthansa eine Erhöhung um 3,5 Prozent über drei Jahre angeboten. Im August und September hatten die Stewards und Stewardessen bei ihrem ersten Streik in der Lufthansa-Geschichte in drei Wellen mehr als 1000 Flüge ausfallen lassen. Das Unternehmen bezifferte den Schaden auf 33 Millionen Euro.

Die Ufo-Mitglieder müssen den Schlichterspruch in einer Urabstimmung noch annehmen. Mehr als 50 Prozent von ihnen müssten bis zum 10. Dezember zustimmen, sagte Baublies. Das wird nicht einfach: Die Stimmung bei den Flugbegleitern ist gereizt, da Deutschlands größte Airline einen strikten Sparkurs verfolgt, der jüngst sogar noch verschärft wurde.

Die Lufthansa will einen Teil ihres Europaverkehrs von der Billigtochter Germanwings erledigen lassen, bei der die Bordkräfte weniger verdienen als beim Mutterkonzern. Zusätzlich werden wegen der Kürzung der Flugkapazitäten noch 2000 Flugbegleiter weniger gebraucht.

Quelle: n-tv.de

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