Wieder schwarze ZahlenLufthansa gewinnt an Höhe
Die Luftfahrt lässt die Krise so langsam hinter sich. So schreibt auch die Lufthansa in den ersten neun Monaten dieses Jahres wieder schwarze Zahlen. Das Nettoergebnis für diesen Zeitraum liegt über den Erwartungen der Analysten.
Die Lufthansa ist nach den ersten drei Quartalen dieses Jahres wieder in der Gewinnzone. Unter dem Strich verdiente der Konzern 524 Millionen Euro, im Vorjahreszeitraum waren es 31 Millionen Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Für das erste Halbjahr 2010 hatte der Konzern angesichts eines Pilotenstreiks und tagelanger Flugausfälle wegen der Vulkanasche aus Island noch 104 Millionen Euro Verlust ausgewiesen.
Der Umsatz kletterte in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres kräftig um knapp 25 Prozent auf 20,2 Milliarden Euro. Dies ist auch die Folge des Zukaufs der österreichischen Fluglinie Austrian Airlines (AUA), die erst seit September 2009 in den Konzernzahlen enthalten ist.
"Angesichts des bisherigen Geschäftsverlaufs und der derzeit anhaltend stabilen Nachfrageentwicklung" erhöhte das Management auch die Prognose. Inzwischen geht der Vorstand von einem operativen Ergebnis für das Gesamtjahr von mehr als 800 Millionen Euro aus.
Mayrhubers letzter Auftritt
Das Nettoergebnis für die ersten drei Quartale lag rund zwei Drittel höher als Analysten im Schnitt erwartet hatten. Das Neunmonatsergebnis reflektiere zum einen die erfolgten Kosteneinsparungen, hieß es. Zum anderen gebe es aber auch eine erfreuliche Nachfrageentwicklung im dritten Quartal, vor allem im Fracht- und interkontinentalen Passagiergeschäft.
Einzelheiten der Quartalsbilanz will das Unternehmen am Mittwoch vorstellen. Dies dürfte der letzte Quartalsbericht von Vorstandschef Wolfgang Mayrhuber sein, der zum Jahresende in den Ruhestand geht. Sein Nachfolger ist der bisherige Lufthansa-Vize Christoph Franz, der sich unter anderem mit der Sanierung der Lufthansa-Tochter Swiss einen Namen gemacht hat.