Wirtschaft
Einigung kurz vor dem Job-Gipfel: Verdi schert mit dem Bodenpersonal aus der Linie der Gewerkschaften VC und Ufo aus.
Einigung kurz vor dem Job-Gipfel: Verdi schert mit dem Bodenpersonal aus der Linie der Gewerkschaften VC und Ufo aus.(Foto: REUTERS)

"Erstmal im Detail prüfen": Lufthansa überrascht Flugbegleiter

Die Einigung mit Verdi kommt unerwartet - zumindest für die Gewerkschaft der Flugbegleiter bei der Lufthansa: Der Durchbruch beim Bodenpersonal löst wenige Tage vor dem für kommenden Mittwoch angesetzten "Job-Gipfel" Misstrauen aus.

Die Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo will sich die Tarifeinigung zwischen Lufthansa und Verdi für das Bodenpersonal der Fluglinie genau anschauen. "Vor einer endgültigen Bewertung müssen wir das erstmal im Detail prüfen", sagte Ufo-Chef Nicoley Baublies.

Den geplanten Job-Gipfel bei der Lufthansa am 2. Dezember stelle die Einigung nicht infrage, erklärte Baublies. Dort gebe es zudem die Gelegenheit, sich mit Verdi über die Einigung auszutauschen. Dennoch habe ihn gewundert, dass so eine weitreichende Vereinbarung kurz vor dem Gespräch zwischen den Gewerkschaften und dem Konzern getroffen wurde.

Lufthansa und Verdi hatten sich am Samstag auf einen Tarifabschluss für die rund 33.000 Beschäftigten am Boden geeinigt. Neben einem Gehaltsplus verständigten sich beide Seiten auch auf eine Neuregelung der umstritten betrieblichen Altersversorgung, die auch beim fliegenden Personal - also bei den Piloten und dem Kabinenpersonal - den Tarifstreit wesentlich mitbestimmt. Bislang hatten sich sowohl die Gewerkschaft der Flugzeugführer, die Pilotenvereinigung Cockpit (VC), als auch die Vertretung der Flugbegleiter Ufo mit Verdi um eine gemeinsame Linie bemüht.

Nach Angaben beider Seiten sei das Niveau der Betriebsrenten im Rahmen der Einigung zwischen Konzernführung und Verdi für alle derzeit Beschäftigten gesichert worden. Für Mitarbeiter, die ab 1. Januar 2016 eingestellt würden, gebe es neue Regelungen. Ufo, aber auch die Pilotengewerkschaft Cockpit, lehnen schlechtere Bedingungen für neue Mitarbeiter weiterhin strikt ab.

Quelle: n-tv.de

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