Wirtschaft
Keine Buchungsdelle durch Absturz der Germanwings-Maschine.
Keine Buchungsdelle durch Absturz der Germanwings-Maschine.(Foto: picture alliance / dpa)

Jahres-Gewinnziel bleibt: Lufthansa verringert operativen Verlust

Die Lufthansa verzeichnet im ersten Quartal ein besseres Ergebnis als erwartet. So gelingt es, den Betriebsverlust zu senken. Der Absturz einer Maschine von Germanwings belastet die Lufthansa finanziell nicht, da die meisten Schäden versichert sind.

Die Lufthansa hat im reiseschwachen Auftaktquartal dank besserer Ergebnisse im Passagier- und Frachtgeschäft den operativen Verlust eingedämmt. Der Betriebsverlust (adjusted Ebit) habe in den ersten drei Monaten 167 Millionen Euro betragen nach einem Fehlbetrag von 240 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, wie der Dax-Konzern mitteilte.

"Alle operativen Geschäftsfelder konnten ihre Ergebnisse im ersten Quartal steigern", sagte Konzern-Finanzchefin Simone Menne. Insbesondere Swiss, Lufthansa Cargo und Lufthansa Passage entwickelten sich positiv. Der Umsatz zog um acht Prozent auf knapp sieben Milliarden Euro an.

Im Gesamtjahr strebt der Vorstand weiterhin einen Betriebsgewinn von mehr als 1,5 Milliarden Euro an. Aufgrund der Geschäftsentwicklung der letzten Wochen sei es unwahrscheinlich, die Prognose deutlich zu übertreffen. Die Kosten für den Konzernumbau und Streiks sind in der Prognose nicht mitgerechnet.

Allein letztere dürften sich im ersten Halbjahr auf 100 Millionen Euro summieren, hatte Konzernchef Carsten Spohr vorige Woche gesagt. Im Jahr 2014 beliefen sie die Belastungen bereits auf 230 Millionen Euro. Airlines fahren im reiseschwachen Jahresauftaktquartal meist rote Zahlen ein. Geld wird erst in der Sommer-Hochsaison verdient.

Der Absturz einer Maschine von Germanwings belastet die Lufthansa finanziell nicht, da die meisten Schäden versichert sind. Der Unfall habe so gut wie keinen Einfluss auf die Buchung bei der Lufthansa gehabt, und bei Germanwings selbst sei es zu einer vorübergehenden Buchungsdelle gekommen, erklärte die Lufthansa. Am 24. März war ein Airbus von Germanwings mit 150 Menschen an Bord über den französischen Alpen abgestürzt. Nach Aussagen der Ermittler brachte der Copilot die Maschine absichtlich zum Absturz.

Quelle: n-tv.de

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