Wirtschaft
Der deutsche Maschinenbau ist sehr exportorientiert.
Der deutsche Maschinenbau ist sehr exportorientiert.(Foto: picture alliance / dpa)

China fällt als Wachstumsmotor aus: Maschinenbau hofft auf US-Markt

Der Besuch von US-Präsident Obama auf der Hannover Messe am 25. April kommt genau zum richtigen Zeitpunkt, denn der deutsche Maschinenbau setzt auf einen Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen und den transatlantischen Markt.

Die amerikanische Wirtschaft sendete zwar jüngst Schwächesignale, doch die deutschen Maschinenbauer trifft das bis jetzt nicht: Im vergangenen Jahr legten sie auf dem amerikanischen Markt um mehr als zehn Prozent auf knapp 17 Milliarden Euro zu.

Für das laufende Jahr seien die Prognosen ebenfalls positiv.  Vom 25. bis 29. April trifft sich die Branche zur Hannover Messe, Partnerland sind diesmal die USA. Im Fokus von Obamas Besuch wird auch das geplante Freihandelsabkommen TTIP stehen. Gerade für die exportorientierte Maschinenbauindustrie ist das Abkommen von großer Bedeutung, weil es den Handel zwischen der EU und den USA erheblich vereinfachen könnte. Die aktuelle Überlegung, den Maschinenbau von den Verhandlungen wieder auszunehmen, betrachtet der VDMA daher als "schweren Fehler". Mit dem Abkommen wollen die EU und die USA die größte Freihandelszone der Welt mit 800 Millionen Menschen schaffen. Viele Details sind allerdings noch umstritten.

"Made in Germany" in China nur noch auf Platz 2

In China läuft es für die deutschen Exporteure jedoch nicht mehr so gut: Im vergangenen Jahr haben die USA "Made in Germany" vom ersten Platz verdrängt, die Lieferungen in die Volksrepublik gingen um knapp sechs Prozent zurück. Grund dafür ist das verlangsamte Wachstum im Land der Mitte. China ist der wichtigste Einzelmarkt für Maschinen.

Krisenstimmung macht sich jedoch wegen der gesunkenen Exportzahlen beim VDMA noch nicht breit: Der chinesische Markt bleibe für den Maschinenbau weiterhin attraktiv, auch wenn man im laufenden Jahr nochmals mit leicht rückläufigen Exportzahlen rechne.

2015 war für die Branche insgesamt ein Jahr voller Herausforderungen: Nicht nur das schwächere chinesische Wachstum, auch die Sanktionen gegen Russland und Unsicherheiten in den Schwellenländern setzten dem Maschinenbau zu. Die Produktion stagnierte 2015 bei einem geschätzten Volumen von nominal knapp 200 Milliarden Euro.

Quelle: n-tv.de

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