Massive EinbrücheMaschinenbauer leiden
Um sage und schreibe 20 Prozent geht in diesem Jahr beim deutschen Maschinenbau das Produktionsvolumen zurück. Auch für 2010 stehen die Zeichen auf Stagnation.
Nach den dramatischen Auftragseinbrüchen in den vergangenen Monaten haben die deutschen Maschinenbauer ihre Erwartungen für das Gesamtjahr weiter zurückgeschraubt. 2009 werde das Produktionsvolumen um 20 Prozent zurückgehen, teilte der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) mit.
Bislang hatte er mit einem Minus von zehn bis 20 Prozent gerechnet. Für 2010 stehen die Zeichen auf Stagnation: "Wir rechnen damit, dass der deutsche Maschinenbau im kommenden Jahr in Summe das relativ schwache Produktionsniveau des Jahres 2009 in etwa halten kann", erklärte VDMA-Präsident Manfred Wittenstein.
Die stark exportabhängigen Hersteller von Maschinen "Made in Germany" stecken in der schwersten Krise seit über 60 Jahren. Im Juli lag das Minus bei den Auftragseingängen dem Verband zufolge bei 43 Prozent. Die Minusraten würden zwar kleiner, erläuterte Wittenstein. "Dieser Prozess verläuft äußerst zäh, und er ist noch nicht eindeutig genug, um klar sagen zu können: die Talsohle im Maschinenbau ist erreicht."
Die Branche komme auch nicht um einen weiteren Stellenabbau herum. Die Zahl der Beschäftigten in Betrieben mit mehr als 50 Mitarbeitern sank im ersten Halbjahr um 18.000 auf 936.000.