Wirtschaft
Was mit den umfirmierten Max-Bahr-Filialen passiert, ist ungewiss. Bislang gibt es keinen Investor, nur Verhandlungen und Gespräche.
Was mit den umfirmierten Max-Bahr-Filialen passiert, ist ungewiss. Bislang gibt es keinen Investor, nur Verhandlungen und Gespräche.(Foto: picture alliance / dpa)

Hohe Preisnachlässe auf alles: Räumungsverkauf bei Max Bahr

In den Max-Bahr-Filialen, die nicht vom Konsortium um die Baumarkt-Kette Hellweg übernommen werden, beginnt jetzt der Schlussverkauf. Schnäppchenjäger dürfen sich über hohe Rabatte freuen. Die Beschäftigten zittern derweil um ihre Jobs.

In rund 40 Filialen der Baumarktkette Max Bahr hat an diesem Wochenende in rund 40 Max-Bahr-Märkten der Schlussverkauf mit hohen Rabatten auf das gesamte Sortiment begonnen. Ein Sprecher bestätigte einen entsprechenden Bericht der "Bild"-Zeitung. "Der Abverkauf hat am Freitag angefangen und läuft kommende Woche weiter", erklärte der Sprecher. Bundesweit sind die Märkte betroffen, die früher unter der Marke der Muttergesellschaft Praktiker firmierten und nach der Insolvenz umbenannt wurden.  

Praktiker hatte am 11. Juli Insolvenz angemeldet. Zunächst waren nur die Baumärkte der Marken Praktiker und Extra Bau+Hobby betroffen. Kurz danach beantragte der Konzern auch für die Märkte der Marke Max Bahr ein Insolvenzverfahren.

Bis Ende des Monats sollen der "Bild"-Zeitung zufolge 70 Praktiker-Filialen endgültig geschlossen werden. Einen Monat später sollen dann auch die 110 übrigen Märkte ihren Verkauf einstellen.

Warten auf Hellweg-Vertrag

Vor einer Woche hatte die Insolvenzverwaltung die Rettung eines Teils der Max-Bahr-Märkte bekanntgegeben. 73 Filialen sollen nach jetzigem Stand an einen Bieterkreis um die Dortmunder Baumarkt-Kette Hellweg und die frühere Eignerfamilie Möhrle gehen. Bis zum Monatsende soll ein unterschriftsreifer Vertrag vorliegen.

Eine Lösung für die umfirmierten Märkte steht weiter aus. Mit dem Leerverkauf soll jetzt die Verwertung erleichtert werden. Wie Insolvenzverwalter Jens-Sören Schröder zuletzt erklärte, gibt es zumindest "zahlreiche Interessenten". Viele Verhandlungen seien bereits weit fortgeschritten. Er gehe davon aus, dass viele Beschäftigte an den jeweiligen Standorten auch künftig einen Arbeitsplatz haben könnten.

Verdi ist davon nicht überzeugt. Die Gewerkschaft sieht in den Filialen, die nicht von Hellweg und Ex-Chef Dirk Möhrle übernommen werden Tausende Jobs bedroht.

Quelle: n-tv.de

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