Wirtschaft
Klaus Wowereit geht bald, Hartmut Mehdorn bleibt auf der BER-Brücke.
Klaus Wowereit geht bald, Hartmut Mehdorn bleibt auf der BER-Brücke.(Foto: picture alliance / dpa)

"Er ist kein Oberbauleiter": Mehdorn nimmt Wowereit in Schutz

BER-Chef Mehdorn verlangt mehr unternehmerische Kompetenz im Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft. Der BER sei eine zu politische Baustelle. Mehdorn verteidigt den scheidenden Regierenden Bürgermeister Berlins, Wowereit.

Der Chef des neuen Hauptstadtflughafens, Hartmut Mehdorn, sieht im Rücktritt Klaus Wowereits als BER-Aufsichtsratschef die Chance, das Großprojekt zu entpolitisieren. "Es gehören mehr Mitglieder mit unternehmerischem Sachverstand in den Aufsichtsrat", sagte Mehdorn dem "Spiegel".

In dem Projekt würden ständig Politik und Sachthemen vermischt. "Im Aufsichtsrat sind Politiker und Ministeriale mit Fragen konfrontiert, für die sie nicht ausgebildet sind."

Gleichzeitig nahm Mehdorn Berlins Regierenden Bürgermeister gegen Kritik an dessen Arbeit im Aufsichtsrat in Schutz. "Ein Aufsichtsratschef ist kein Oberbauleiter. Er kontrolliert und berät die Geschäftsführung, die allein für alles Operative zuständig ist." Das sei überall so - nur der BER sei eine politische Baustelle. "Da werden Haltungsnoten verteilt wie beim Sport. Jeder wirft von der Außenlinie seinen Kommentar rein", sagte Mehdorn.

Wowereit hatte am Dienstag seinen Rückzug aus der Politik im Dezember erklärt. Dabei kündigte der SPD-Politiker auch an, als BER-Aufsichtsratschef zurückzutreten.

Quelle: n-tv.de

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