Wirtschaft
"Das Wachstum anzukurbeln und die Arbeitslosigkeit zu reduzieren. Daran will ich mich messen lassen", sagt Halloande.
"Das Wachstum anzukurbeln und die Arbeitslosigkeit zu reduzieren. Daran will ich mich messen lassen", sagt Halloande.(Foto: REUTERS)

Hollandes "simple Mission": Mehr Jobs für mehr Wachstum

Seitdem Francois Hollande die "Grande Nation" regiert, verliert die französische Wirtschaft an Schwung. Die Arbeitslosigkeit liegt mittlerweile über der 3-Millionen-Marke. Die Umfragewerte des Präsidenten fallen stetig. Der reagiert nun und bittet die Bürger um mehr Zeit. Erst am Ende seiner Amstzeit sollen sie ihr Urteil über seine Politik fällen - aus gutem Grund.

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Die "Grande Nation" befindet sich laut ihrem Präsidenten Francois Hollande in einer schwierigen Situation. Er versprach den Franzosen aber eindringlich, sich um Arbeitsplätze zu kümmern und bat sie, ihn am Ende seiner Amtszeit zu bewerten. "Meine Mission ist simpel: Sie ist, das Wachstum anzukurbeln und die Arbeitslosigkeit zu reduzieren. Daran will ich mich messen lassen", sagte der Staatschef vor 400 Journalisten im Elysée-Palast.

Seitdem Hollande die Amtsgeschäfte im Mai übernommen hat, verliert die französische Wirtschaft an Schwung. Die Arbeitslosigkeit ist über die psychologisch wichtige Marke von 3 Millionen gesprungen. Die Umfragewerte des Präsidenten sind deshalb deutlich in den Keller gegangen. Hollande verteidigte trotzdem seine Wirtschaftspolitik, die höhere Steuern für Großunternehmen und Reiche auszeichnet.

Mittelständler im Fokus

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Um aus der Deckung zu kommen, will die Regierung die Unternehmen in den kommenden Jahren schrittweise um 20 Mrd. Euro bei den Lohnnebenkosten entlasten. Damit soll die Wettbewerbsfähigkeit des Landes gesteigert werden und die Firmen international Marktanteile zurückgewinnen. Hollande sprach lange und ausführlich über den Pakt für mehr Wettbewerbsfähigkeit. "Dieser Pakt zielt darauf, dass mehr und besser in Frankreich produziert wird. Er ist auf die kleinen und mittelständischen Betriebe ausgerichtet, um ihnen dabei zu helfen, sich zu entwickeln."

In der Europapolitik setzt der Sozialist auf ein Europa der zwei Geschwindigkeiten. Die Eurozone müsse eine "eigenständige Kraft" werden. Darüber werde er auch mit der Bundeskanzlerin sprechen, versprach Hollande. Nichts dürfe die deutsch-französischen Beziehungen schwächen. Beide Länder hätten eine hohe Verantwortung für Europa.

Quelle: n-tv.de

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