Wirtschaft
Metro-Vorstandschef Olaf Koch
Metro-Vorstandschef Olaf Koch(Foto: picture alliance / dpa)

Konzernchef kündigt Sparkurs an: Metro will zurück in den Dax

Der Rauswurf von Metro aus dem Dax hat Vorstandschef Koch sehr weh getan. Nun soll der Handelsriese wieder zurück in die erste Börsenreihe. Koch winkt dabei mit dem Rotstift. Sämtliche Kosten sollen seinen Angaben zufolge überprüft werden. Im Streit mit dem Gesellschafter der Metro-Tochter Media-Saturn, Kellerhals, bleibt Koch hart.

Der Düsseldorfer Handelskonzern Metro muss sparen. "Wir stellen alle Kosten infrage, in der Verwaltung, den Landesgesellschaften, auf der Fläche und natürlich auch beim Vorstand", sagte Vorstandschef Olaf Koch der "Süddeutschen Zeitung". Auf Kurzstrecken werde beispielsweise nun nicht mehr Business Class geflogen. Er werde "nicht mehr wie früher mit der Gießkanne" rumgelaufen. Es gebe jetzt klare Prioritäten.

Zudem will das Unternehmen zurück in den Dax, den es im vergangenen Jahr unter anderem wegen des Absturzes der Aktie verlassen musste. "Mich persönlich und hier in der Zentrale hat das viele Kollegen sehr hart getroffen. Wir sollten den Abstieg als Verpflichtung sehen, wieder aufzusteigen", sagte Koch. Er wolle aber kein Datum dafür setzen.

"Meine Mission ist es nicht, den Kurs kurzfristig in die Höhe zu treiben. Wir wollen langfristig Wert für die Metro schaffen", sagte Koch, der seit Anfang 2012 Konzernchef ist, weiter.  In der Vergangenheit sei zu kurzfristig agiert worden und es seien viele Fehler gemacht worden. "Wir haben in Deutschland den Kunden nicht konsequent genug in den Mittelpunkt unseres Handelns gestellt", kritisierte der Manager. Zudem sei zu lange Ergebnis vor Wachstum gestellt: "Das führt zwangsläufig zu kurzfristiger Optimierung und geht auf Dauer nicht. Wir pressen keine Zitrone aus."

Härte gegenüber Kellerhals

Im Streit mit dem Gesellschafter der Metro-Tochter Media-Saturn, Erich Kellerhals , gibt sich Koch hart. Ein Verkauf der Elektronikkette komme keinesfalls nicht infrage.

"Kompromiss heißt immer, dass zwei Parteien sich auf eine Lösung einigen können. Ich bin mehrfach auf Herrn Kellerhals zugegangen und habe ihm zuletzt eine Stimmrechtsbindung angeboten, also vorgeschlagen: Wir arbeiten im Konsens, diskutieren die Dinge und ziehen sie dann gemeinsam durch. … Darauf hat er sich nicht eingelassen. Jetzt müssen wir das Beste aus der Situation machen." Der Streit ist inzwischen vor Gericht.

Quelle: n-tv.de

Video-Empfehlungen
Empfehlungen