Hoffnungsträger "Windows 7"Microsoft besser als erwartet
Der weltgrößte Softwarehersteller Microsoft hat im ersten Geschäftsquartal angesichts einer starken Nachfrage nach seinem Betriebssystem Windows und der Spielekonsole Xbox die Erwartungen des Marktes übertroffen.
Der weltgrößte Softwarehersteller Microsoft hat im ersten Geschäftsquartal angesichts einer starken Nachfrage nach seinem Betriebssystem Windows und der Spielekonsole Xbox die Erwartungen des Marktes übertroffen. Es sei ein Gewinn von 3,57 Mrd. US-Dollar oder 40 Cent je Aktie verzeichnet worden, teilte das Management mit. Dies ist im Vergleich zum Vorjahr zwar ein Rückgang von 18 Prozent, allerdings hatten Branchenkenner einen höheren Rückgang erwartet und lediglich mit einem Überschuss je Anteilsschein von 32 Cent gerechnet.
Auch beim Umsatz lag Microsoft über den Prognosen der Analysten. Die Erlöse fielen zwar im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 14 Prozent auf 12,9 Mrd. US-Dollar, lagen aber über den Erwartungen von 12,3 Mrd. US-Dollar.
Ein Grund für die rückläufigen Zahlen war die Wirtschaftskrise. Außerdem hatten vor dem Marktstart vom neuen Betriebssystem Windows 7 viele Kunden mit dem Kauf neuer Software gewartet. Schon erzielte Umsätze für Upgrades von früheren Versionen werden zudem erst später gebucht.
Management gibt sich zufrieden
Finanzchef Chris Liddell meinte daher auch: "Wir sind mit unserem Abschneiden in diesem Quartal sehr zufrieden und besonders auch mit der starken Nachfrage der Verbraucher nach Windows." Angesichts der Wirtschaftskrise hatte Microsoft zuletzt massiv gespart und erstmals in seiner Geschichte Stellen gestrichen. Der Konzern will weiter Disziplin halten. Microsoft kündigte für das laufende Geschäftsjahr weniger Ausgaben als bisher geplant an.
Die Umsätze fielen zuletzt in allen Microsofts-Sparten oder stagnierten allenfalls. Neben dem Windows-Segment traf es besonders die umsatzstärkste Sparte mit den Office-Büroprogrammen. Das Online-Geschäft weitete zudem seine Verluste nochmals aus.
Windows beherrscht den Markt für Betriebssysteme mit einem Anteil von weltweit gut 95 Prozent. Microsoft bekommt aber zunehmend Konkurrenz. Im Geschäft mit der Internetsuche liegt Microsoft trotz seiner neuen Suchmaschine Bing und einer geplanten Allianz mit Yahoo weit hinter Platzhirsch Google zurück.